Lange kam hier nichts mehr.
Zeitweise hatte ich isolierte Blogs zu diversen Reisen, im Prinzip Reiseberichte, Tagebücher, in denen ich meine Erlebnisse irgendwie festgehalten habe, meistens noch in gar nicht mal so gutem Englisch für eine erwartete internationale Leserschaft.
Dieser Blog hier, wenn ich mir die letzten Einträge so anschaue, kommt mir wie ein Kummerkasten, wie ein Jammer-Tagebuch vor. So kann das nicht weitergehen. Das kann man keinem Menschen so zeigen.
Ich möchte positiv in die Zukunft schauen und bisschen Bilanz ziehen.
Was gerade meine berufliche Laufbahn angeht, so steht es schlimm um sie. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen, aber es sieht alles so aus, als müsste ich endlich mal mein Leben wirklich konsequent und nachhaltig selbst in die Hand nehmen.
Was will ich überhaupt?
Durch mein neuerdings im Herbst ergriffenes Philososphiestudium weiß ich, dass Öko-Anarchismus und Tiefenökonomie meine Vorstellungen von einer Welt, wie sie sein sollte, am ehesten widerspiegln. Beruflich könnte ich mir vorstellen, egal was auch immer es in der Welt gibt, es darauf zu untersuchen, wie es in ein tiefenökonomisches Weltgefüge passt, wie nachhaltig es ist und was daran wie verändert werden könnte oder müsste. Wer jedoch legt Wert auf eine solche Beurteilung und Beratung? Auf welcher Grundlage will ich diese machen? Aus dem Bauch heraus sicherlich nicht. Ich sollte also Maßstäbe entwickeln, Kriterien, die ich abfragen und vergleichen kann. Und diese Kriterien müssen philosophisch-tiefenökonomisch fundiert sein.
Des Weiteren schwebt mir ein Projekt vor Augen: Häuser, in denen mehrere Menschen wohnen können, werden einem Verein gestiftet, der sie unterhält und teilweise zu Mehrgenerationen-Wohnungen umfunktioniert, meiner Ansicht nach die moderne Familie, mit der Möglichkeit, seinen Altersruhesitz dort zu verbringen und verschiedene Aufgaben zu übernehmen. Die mittlere Generation kann so von Erziehung und Familie leicht freigestellt werden um sich um berufliche und private Selbstverwirklichung zu kümmern. Die junge Generation hat immer umsorgende Menschen um sich. Alle diese Menschen haben die Möglichkeit die Miete zu reduzieren dadurch, dass sie selbstversorgend etwas produzieren oder ein offenes Gästehaus im weiteren Teil des Hauses unterhalten mit Wohnraum sowohl für luxusorientierte wie auch für Rucksack-Reisende. Ein Raum soll auch für Couchsurfer kostenlos mit Dusche, Strom und WLAN zur Verfügung stehen.
Im Prinzip ist es ein Team von Gleichgesinnten, was ich brauche. Das sollte ich mir mal bald suchen, wenn ich nicht für immer Gefangener eines falschen Lebens sein möchte.
Sonntag, 8. Mai 2016
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