Nachdem wir erst nachts nach Hause bzw. auf den Campingplatz kamen, gönnten wir uns einen langen Sonntagmorgen mit Ausschlafen, ausgedehntem Frühstück usw. Erst gegen Mittag gingen wir in die Stadt, um die Ankunft der Tour de France anzusehen. Allerdings war dies gar nicht so spannend. Zunächst gab es mehrere hunderte Autos in Kolonnen, ausgeschmückt mit Logos der Sponsoren, und als dann nach ca. 2 Stunden die Radler kamen, war das Spektakel innerhalb weniger Minuten vorüber. Der Sieger stand ohnehin schon fest und einer Horde vorbeifliegender Fahrradhelme war nun auch nicht gerade viel abzugewinnen. Wir verließen den Trubel und gingen lieber noch ein wenig durch die Stadt spazieren, auf der Suche nach leckerem Baguette und Croissants. Nachdem wir fündig geworden waren, begaben wir uns ans Seine-Ufer und hatten ein verspätetes Mittagessen. Später lagen wir noch faul im Schatten des Eiffelturms - die Sonne brannte unangenehm stark herunter - und begaben uns am frühen Abend zurück zum Campingplatz. Dort machten wir uns später ein leckeres Abendessen und gingen nicht allzu spät schlafen.
Der nächste Tag war auch gleichzeitig unser letzter Tag in Paris. Wir standen gemütlich auf, packten alles zusammen und begaben uns schließlich auf eine Odyssee, nämlich auf die Suche nach einer Autobahn-Raststätte, die gut zum Trampen geeignet sein sollte - laut Internet. Die Wegbeschreibung klang einfacher als wir die Raststätte finden konnten, aber schließlich hatten wir es geschafft und suchten nun jemanden, der so nett sein würde, uns beide nach Deutschland mitzunehmen. Nach einiger Wartezeit fanden wir schließlich zwei Portugiesen, die auf dem Weg nach Mons in Belgien waren und uns mitnehmen konnten - der Fahrer war sogar Amateurfunker. Wir landeten genau auf der gleichen Raststätte, die wir auch schon auf der Herfahrt als Zwischenhalt benutzt hatten, und kamen recht bald mit zwei netten Abiturientinnen des zweiten Bildungswegs weiter. Sie hatten einen Bully, der bequem ausgebaut war - und nur Schneckentempo fuhr. Gelegentlich von Lkws überholt und den letzten Zug von Köln nach Bonn nicht mehr erreichend kamen wir in Frechen an, wo wir nach einiger Wartezeit einen Tschetschenen trafen, der uns zum Kölner Hauptbahnhof bringen konnte, von wo aus wir mit der Bahn schließlich nach Hause und ins Bett kamen.
Dienstag, 24. Juli 2012
Stadt der Liebe - Tag 5 und 6
Sonntag, 22. Juli 2012
Stadt der Liebe - Tag 3 und 4
Tags darauf gönnten wir uns den Luxus eines Tagestickets und fuhren frei Schnauze mit den Bussen in Paris herum. Hierbei führte uns unser Weg zunächst zum Arc de Triomphe, um zu sehen, wie lange die Schlange für die Aussichtsplattform war (zu lang), und danach zur Opera, weil dort eine gute Boulangerie mit leckeren Croissants war - leider geschlossen. Wir fanden bald eine andere und fuhren danach unter freundlicher Führung einer netten jungen Französin auf den Montmartre zum Sacré Coeur. Dort fanden wir - neben einem herausragenden Ballkünstler - die Kapelle und verschiedene andere Örtlichkeiten, die den Hintergrund zu Jeunets Film 'die Fabelhafte Welt der Amélie Poulain' lieferte: das Café 'Les Deux Moulins', der Gemüsehändler Collignon... Außerdem konnten wir das Moulin Rouge sehen sowie etliche weitere Rotlichtbetriebe. Wir leisteten uns noch eine Rundfahrt im Montmartrobus, der allerdings weit abgelegen seine Endstation hatte. Von dort aus fuhren wir mit wahllosen Buslinien bis wir in die Nähe des Eiffelturms kamen - mittlerweile war es schon Abend geworden und wir erhofften uns eine Ansicht desselben mit Beleuchtung. Nach einigen Minuten des Wartens auf der Liegewiese nebenan wurden wir schließlich nicht enttäuscht. Den späteren Abend verbrachten wir mit weiteren Busfahrten durch das nächtlich beleuchtete Paris, bis wir kurz vor ein Uhr die Nachtbuslinie zum Zeltplatz erreichen konnten. Ziemlich müde schliefen wir recht bald ein.
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Samstag, 21. Juli 2012
Stadt der Liebe - Tag 1 und 2
Noch im Mai hatten wir gedacht, auf einen Bauernhof zu gehen um dort zu wwoofen. Schließlich dachten wir, angesichts der schlechten Wetterverhältnisse in Mitteleuropa, an einen Urlaub an der Côte d'Azur und hofften, mit dem Auto dorthin zu fahren. Dann waren jedoch Reparaturen fällig, die Zeit kosteten und schließlich beschlossen wir, nach Paris zu trampen. Gesagt, getan, am Mittwoch, 18.7. ging es los. Mit den Öffentlichen kamen wir bis Frechen, von da aus ein kurzer Fußweg und wir waren an der Autobahn. Nur kurz mussten wir warten, dann nahm uns ein netter deutschstämmiger Franzose aus der Bretagne, Saint-Malo, der sehr belesen in allen möglichen nationalen und internationalen politischen Belangen war und für guten Gesprächsstoff sorgen konnte. Bis Mons nahm er uns mit, danach lud uns nach einer kurzen Imbisspause ein Marokkaner ein, mit ihm bis in die Pariser Außenbezirke zu fahren. Er hatte einen starken Akzent, sodass ich mich nur schwer mit ihm unterhalten konnte.
Der Pariser Außenbezirk mutete eher an wie ein Vorort von Afrika: Im Bahnhof Sevran-Beaud schienen nur etwa 10% der Leute europäischen Ursprungs zu sein.
Am Gare du Nord stiegen wir aus und trafen uns später mit einer Bekannten von mir, einer Spektakelsängerin, der ich vor fast 5 Jahren in Chartres begegnet war. Mit ihr und später noch ihrem Freund tranken wir viel zu teure Cocktails und planten ein Wiedersehen im Laufe der Tage. Später abends erreichten wir nach ausgedehntem Spaziergang den Campingplatz, bauten das Zelt auf und hatten eine gute erste Nacht in Paris.
Am nächsten Morgen machten wir erneut einen Spaziergang durch den Park und kamen gegen Mittag im Westen der Innenstadt an und freuten uns bald über leckere Croissants und Baguettes, dazu 'Zerro' und Orangina. Allein das Gefühl, in Paris zu sein und die französische Kultur in ihren verschiedenen Facetten auf mich wirken zu lassen war schon sehr erquickend und machte mir Herzklopfen. Wir beschlossen, zunächst die Stadt zu Fuß auf uns wirken zu lassen, und sahen den Eiffelturm und seine Umgebung, den Invalidendom, die Notre Dame, Luxemburg-Palast und den Montparnasse. Danach ging es wieder zurück zum Camping, diesmal allerdings mit dem Bus, wobei dies dennoch einem kleinen Spaziergang erforderte. Mit einer Portion Nudeln im Magen legten wir uns schlafen.
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Mittwoch, 18. Juli 2012
Some Night in Paris
Über Tag 2 gibts morgen mehr. Jetzt fallen mir zunächst die Augen zu.
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Stau...
Dachten wir.
War aber fast andersherum.
Das war ein Fragment, ein Entwurf eines Blogeintrags zu einer unternommemen Radtour um Pfingsten 2012. Der Plan war, zu einem Stausee zu radeln und dann dort zu campen und evtl. schwimmen zu gehen. Der Stausee jedoch entpuppte sich als Trinkwasserreservoir, in dem Baden untersagt war, und so radelten wir eine kleine Runde, insgesamt 100km, durch das Siegtal und Umgebung.
Schön wars.
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Montag, 7. Mai 2012
Aufs und Abs
Mag sein, dass ich dazu tendiere, mich künstlich über verschiedene Dinge aufzuregen, die viele andere Menschen so gar nicht wahrnehmen. Der 1. Mai in Bonn gab Anlass dazu. Irgendeine Gruppe Rechtsextremer hatte eine fragwürdige Demo durch Bonn-Beuel anmelden können, was zu einer groß angelegten Gegendemo führte - und nahezu 2000 Polizisten dazwischen. Soweit die Tatsachen. Zunächst hätte ich gesagt, schenkt man so doch irgendwelchen Extremisten genau die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen. Wenn man einfach die Sache komplett ignoriert und nur eine kleine Hundertschaft an Polizisten in der Nähe gehalten hätte, hätte das meiner Meinung nach eine weitaus deutlichere Signalwirkung gehabt als das, was schließlich geschah: Auf Bannern den Hass ablehnend, brüllten nun aus den Reihen der Normal-Bürger einige Leute Hassparolen gegen die 'Nazis', viele Kehlen stimmten ein und es bildete sich ein Mob, der zu furchtbaren Taten fähig gewesen wäre, wäre die Polizei nicht da gewesen. Warum? Wo bleiben hier freiheitlich demokratische Grundsätze? Der Mensch als Massentier ist doch wirklich verachtenswert dumm. Genauso wie das Häufchen Dummheit auf der anderen Seite der Polizei.
Dabei hatte der 1. Mai doch so schön angefangen, mit einem heißen Tanz im Kreise von Freunden, einem kleinen Birkenästchen am Fenster - und Müllmachern beim goldenen M.
Wie nach einem zweiten Sonntag fühlte sich die Schulwoche danach entspannt kurz an.
Mit einem Rhein in Flammen und Feuerwerkspektakel konnte das letzte Wochenende glänzen. Doch die Freude wurde bald von Kummer in der Suppenschüssel getrübt...
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Was tun.
So, das Wochenende in Stuttgart war doch insgesamt abenteuerlich und schön.
Gegen halb 8 Uhr am Abend war ich am Hauptbahnhof. In Erwartung einer Zu- oder Absage bezüglich einer Couchsurfing-Anfrage hielt ich mich eine Weile dort auf, ging auf die Aussichtsplattform des HBF-Turms und hatte dann vor, die dortige Toilette aufzusuchen. Doch welcher Hohn begegnete mir dort! Von früher kannte ich sie als frei zugänglich, doch jetzt war die Tür durch ein Münz-Schloss gesichert, das sich nur gegen Einwurf einer 50-Cent-Münze, und zwar ausschließlich einer solchen, öffnen ließ. D.h., jeder, der nicht zu zahlen bereit oder der ohne Geld unterwegs ist, aber auch jeder, der Geld bezahlen würde, aber nur über andere Münzgrößen verfügt, ist gezwungen, sich in die Hose zu machen. Ziemlich ärgerlich, auf Basis menschlicher Grundbedürfnisse Selektion zwischen arm und reich zu betreiben und Kapital daraus zu schlagen, noch dazu weil es keine echte Alternative gibt.
Eine Couch fand ich nicht, also tanzte ich die Nacht durch im Schocken, traf dort auf einen irre-komischen Typen, der wahllos mit fremden Passanten fiktive Interviews startete oder sie auf andere Weise in Gespräche verwickelte. Mit Erfunden von ihm im Schlepptau ging es in den Keller Klub und gegen halb acht an den Hauptbahnhof, um einen Kaffee zu trinken. Danach trennten sich unsere Wege und ich machte noch ein paar Besorgungen anlässlich der Geburtstagsfeier meiner Schwester, bevor ich mich zu ihr aufmachte und dort eine schöne Feier im Kreise der Familie und Freunde erlebte, die bis in den späten Abend dauerte. Für die Nacht schließlich hatte ich eine bequeme Couch bei einer freundlichen Gastgeberin, mit der ich anregende Gespräche über Freiheit im System hatte. Nach einem gesunden Frühstück begab ich mich auf den Weg zum HBF, um dort eine Mitfahrgelegenheit nach Bonn zu erreichen, die sich etwas abenteuerlich gestaltete: Der Fahrer war Rumäne, übermüdet, der Beifahrer Stuttgarter, konvertierter Moslem, Imam, die weiteren Passagiere Flüchtlinge aus dem Iran, Christen, und dann eben ich. Der Wagen war nicht mehr in bestem Zustand und/oder der Fahrer hatte einen seltsamen Fahrstil, jedenfalls lief der Wagen nicht rund.
Beim Einkaufen am Tag darauf schlug mir eine Sache auf den Magen: Zum einen wird man von den Lebensmittel- und anderen Produzenten nach Strich und Faden -sorry- verarscht, wenn auf den Verpackungen Idylle, in den Inhaltsstoffen heile Welt vorgegaukelt wird, das Produkt allerdings aus billigsten Zusatz- und Austauschstoffen unter naturverachtenden Bedingungen gefertigt wird. Jeder kauft es, jeder weiß es - mehr oder weniger - und keinen scheint es zu stören.
Das ist manchmal so bitter, dass man einfach schreien möchte.
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Freitag, 20. April 2012
Ist es schon soweit...?
Im Prinzip hat keiner der Pläne funktioniert, geblieben ist - und das schon seit einiger Zeit erkennbar - ein wenig motivierter Berichtsblog über die verschiedenen mehr oder weniger interessanten Dinge, die ich so tu den ganzen Tag lang. Ich kann einen kleinen, winzigen Erfolg vermerken: Ich habe mich nun erfolgreich zu einem Vorbereitungskurs fürs DALF C1 angemeldet und vorgestern bub zum ersten Mal daran teilgenommen und auch gleich festgestellt, dass mir da nicht alles in den Schoß fällt sondern ich was dafür tun muss.
Außerdem bin ich nun in einem 100%-Beschäftigungsverhältnis, was die Arbeitszeit (und Entlohnung) angeht. Befristet ist es nach wie vor.
Ach ja, und gerade bin ich mal wieder in Stuttgart, mal wieder im Schocken, wo ich schon so lange nicht mehr war. Leider ist die Musik, deretwegen ich früher so oft kam, nämlich Electro im Keller, heute nicht so gut. Ich bleibe dennoch zunächst hier und hoffe auf Besserung. Das wird hoffentlich mal wieder eine durchtanzte Nacht...
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Freitag, 30. März 2012
Variety Show
Nach 'nem netten Grillnachmittag bei ihrer Familie ging's zu einer schulischen Variety-Show. Zum Teil nach dem Prinzip einer Karaoke-Show versuchten sich verschiedene Schüler mehr oder weniger erfolgreich zu profilieren. Interessant war dabei auch, zu sehen, wie hoch der Anteil an 'Möchtegerns' in finanziell besser situierten Kreisen ist.
Etwas stressig wurde zuletzt die Zeit an der Schule, weil die Schüler zum Abschluss des dritten Quartals Notenzeugnisse bekommen und die natürlich erstellt werden mussten. Dazu mussten entsprechend vorher noch Klausuren stattfinden, wobei mir eine Schülerin aufgrund von Krankheit entwischen konnte. Für sie gibts dann einen Ausnahmefall für nach den Ferien.
Apropos Ferien: Gerade breche ich dorthin auf. Meine Osterferien beginnen mit einem Filmprojekt in Stuttgart. Der Drehtermin erfordert, dass ich mit dem ICE fahre. Nun warte ich hier, etwas frustriert, weil der Zug 15 Minuten Verspätung hat. Für mich als überzeugten Tramper besonders ärgerlich, wenn ein Service, für den ich recht viel Geld bezahlt habe, nicht funktioniert.
Nicht so schön war: Mit Egromu gab es inzwischen Spannungen, die sich zum Glück wieder lösen ließen.
Klettern hat endlich mal wieder geklappt, Le Parkour leider noch nicht. Mit CS möchte ich auf die Inliner und durch die Niederlande radeln, außerdem will ich mein Französisch aufpolieren und am Studium Generale teilnehmen. Alles andere muss/will ich auch noch fertig schaffen. Hoffentlich finde ich die dazu nötige Disziplin.
Ach ja, und ich gehöre jetzt auch zu den Smartphone-Touchern dank einem neuen Galaxy.
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Montag, 12. März 2012
Zwei sind durch
E lief gut, C und D muss ich noch checken.
Verschiedene Neuigkeiten haben sich ergeben:
Eine (oder zwei) eventuelle Möglichkeit, den Stundenumfang zu erweitern, eine vermutlich nur fiktive neue Bleibe, ein Kursangebot von mir und eines für mich und ein wohl definitives Ende im Sommer. Außerdem will ich mal sehen, welches Potential in Remixkontesten steckt.
Ein wenig habe ich genäht, einige Gäste empfangen, das wars soweit.
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Donnerstag, 1. März 2012
So langsam wirds ernst
E ist Leseverstehen, das durch das Beantworten von verschieden komplexen Fragen zu einem Text ermittelt wird. C (Inhalt) und D (Sprache) werden gleichzeitig bei einer schriftlichen Textproduktion und zu einem anderen Termin als A und B bei mündlicher Produktion abgefragt. Jedes Quartal müssen die Schüler das über sich ergehen lassen und jedes Quartal bekommen sie ein Zeugnis. Das klingt nicht nur etwas stressig, das ist es auch. In den Wochen bis zu den Osterferien Ende März sind meine dran.
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Dienstag, 28. Februar 2012
Hmm...
Aber bis jetzt muss ich dieses Unternehmen als noch funktionierend betrachten, in gewissem Sinn bin ich gescheitert.
Sonntag gab's anlässlich eines Geburtstags zwei wohl ziemlich leckere Kuchen von mir und einen kleinen Ausflug ins Siebengebirge. Und nein, die Nähfrist habe ich nicht einhalten können...
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Dienstag, 21. Februar 2012
Alaaf und hopp.
Das soll aber nicht heißen, dass die Karnevalszeit an sich mir mit negativen Eindrücken im Gedächtnis bleibt. Klar schwindet mir die Begeisterung für die fünfte rot-weiße Garde oder zehnten grün-weißen Funken und die scheinbar immergleiche musikalische Unterstützung, doch hat das heitere, losgelöste, bunte Treiben dieser Tage auf den Straßen und zum Teil auch im Beruf, das freudige Miteinander der Menschen durchaus einen erheiternden Effekt auf mich, um den ich froh bin. Noch dazu bin ich - bis auf jetzt - bekanntermaßen Süßigkeiten sehr zugetan, sodass allein deswegen schon mir das Treiben mit seinen süßen Nebeneffekten zusagt.
Zurück zum Tagesgeschäft: An der Nähmaschine stapelt sich inzwischen die Arbeit und kann und will nicht länger liegengelassen werden. Der Geist ist willig und das Fleisch soll - verdammt nochmal - endlich auch konsequenter in seinem Willen sein.
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Donnerstag, 16. Februar 2012
Da simmer dabei...
Dem Karneval wurde an der Internationalen Schule meiner Auffassung nach nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zwar kamen viele Kollegen und Schüler in Verkleidung, doch für eine Art Feier mussten 25 Minuten Morning Break genügen - wie nach Stechuhr wurde danach die Musik abgedreht und die Schüler aus der Kantine gescheucht. Im Deutschunterricht gab es jedoch noch Gelegenheit, das eine oder andere deutsche Karnevalslied zu lernen...
Mit Schreiben bin ich weitergekommen, doch sollte ich mal wieder nähen, denn in 10 Tagen muss ich fertig sein.
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Montag, 13. Februar 2012
Kamellen und kein Ende
Sonntagabend beauftragten wir die DB AG, uns für die Dauer einiger Minuten ein mobiles Wohnzimmer mit Teppich und zwei Hochschränken bereitzustellen. Montag stellte ich in der Früh fest, dass mein Porsche auf dem Hinterrad keine Luft mehr hatte, so dass ich den Bus nehmen musste - dabei hatte ich ihn erst am Freitag richten lassen.
Alles in allem muss ich mir mal wieder nen Tritt in den Allerwertesten geben, damit manche Dinge Ohren oder ein Gesicht genäht bekommen - und dass es dabei philosophisch-musikalisch-schokoladig zugeht. Ich will ja nicht ewig in so einer lähmenden Trägheit verharren, sondern will vielleicht auch noch etwas erreichen im Leben, möglichst noch in diesem Jahrzehnt.
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Samstag, 11. Februar 2012
Heimwerkeln
Ich bitte um Entschuldigung für die Post-Lücke. Wegen Couch-Gästen usw. hatte ich nicht mehr daran gedacht, den Blog fortzuführen.
In der Wohnung habe ich Anfang der Woche einige Möbel umgestellt und umgebaut bzw. erweitert, daher der Titel. An der Schule läuft alles soweit in Ordnung, vielleicht kommt bald ein weiteres Feld dazu: Eine kleine Gruppe Lehrerkollegen aus aller Welt möchte Deutsch lernen und hatte bei mir angefragt, ob ich das in die Hand nähme.
Der Couch-Besuch, ein nettes deutsch-amerikanisches Pärchen, war von Mittwochabend bis heute bei uns, war beim DAAD und im Haus der Geschichte der BRD.
Heute gehts noch zum Karneval und evtl. gibts neue Möbel - ja, wir haben noch etwas Platz.
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Samstag, 4. Februar 2012
...Rohnudelmasse vernudelt...
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Mittwoch, 1. Februar 2012
Seit heute zählt's
Nun habe ich ein Macbook Pro leihweise zu meiner freien Verfügung und habe heute sogar eine Anfrage bekommen, ob ich nicht für verschiedene Eltern und Lehrer nicht Deutsch unterrichten möchte. Ich denke doch ganz stark, dass ich das möchte, oder?
Einen schönen Abend hatte ich mit meiner Freundin bei Pizza Hut, wo wir mit Gutschein zwei große Pizze zum Preis von einer hatten. Später kam im Kino in der Sneak Preview 'Dame König As Spion', ein durchaus sehenswerter Agentenfilm, der zur Zeit des Kalten Kriegs in den 70ern in Großbritannien spielt. Man sollte sich aber am besten Notizen machen über die Namen der Personen und ihre Zugehörigkeiten, denn sonst kann man zwischendurch mitunter den Faden verlieren.
Morgen gehts ganz früh los, darum jetzt schnell gute Nacht.
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Sonntag, 29. Januar 2012
...nichts Neues...
Samstag war ich bei den Eltern meiner Freundin und habe durch ihren Bruder angeregt Minecraft zu spielen begonnen und lange nicht aufhören können.
Der Sonntag zuhause war ebenfalls davon geprägt, neben Vorbereitungen für den nächsten Schultag.
Ach ja, und genäht habe ich auch noch...
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Donnerstag, 26. Januar 2012
Little America
The staff is nice, the pupils are friendly - I think I like it there. At least, working there will be a good opportunity to get some precious experience for the future.
Darüber hinaus bietet sich mir dort eine Gelegenheit, mein Englisch zu verbessern.
Weiterhin gibt es nichts Neues zu berichten. Ich habe weder weiter geschrieben, noch mich musikalisch oder textilverarbeitend beschäftigt. Stattdessen suche ich nach Kletterausrüstung, nach Schokogießformen usw., also die alte Leier: statt konsequent etwas zu beenden, wird lieber etwas neues begonnen.
Schade.
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Dienstag, 24. Januar 2012
...Lücken...
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Sonntag, 22. Januar 2012
Langsam gehts vorwärts, aufwärts.
Auf Montag!
P.S.: Krankheit so gut wie überwunden, Strickarbeit fast fertig...
Eigentlich hatte ich vorher einen anderen, ausführlich nacherzählenden Text für diesen Blogeintrag formuliert gehabt. Der ging aber verloren.
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Mittwoch, 18. Januar 2012
Im Lazarett...
Am nächsten Morgen fühlte ich mich weiter etwas besser, u.a. zeigte wohl auch die Anwendung von 'Tiger-Balm' seit dem Vortag ihre Wirkung, fühlte mich aber noch nicht stabil genug für größere Fahrten durch die Kälte, vor allem wegen der schlechten Erinnerung an die Montagmorgenfahrt. Dagegen möchte ich nun die Zeit, die mir neben einem Nachhilfetermin heute Nachmittag bleibt, nutzen, um an verschiedenen Vorhaben weiterzuarbeiten und die bereits verlängerten Fristen der Projekte, die durch Krankheit weiter in Verzug kamen, versuchen einzuhalten.
Viel Glück und gute Besserung!
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Sonntag, 15. Januar 2012
Rückblick Italien - Stolz und Unordnung
Als Fazit stelle ich fest, dass Italien ein schönes, charmantes Land mit einem eigenen, oftmals liebenswerten Völkchen ist, in dem in allen Bereichen vieles recht gut, aber mangels richtiger Organisation so gut wie nichts optimal läuft. Angesichts der Wirtschaftskrise hätte Italien meiner Einschätzung nach gute Chancen, stabil auf die Beine zu kommen, Chancen, die allerdings nicht oder nicht richtig genutzt werden. Ob dafür die Politik verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen, doch es scheint mir mehr ein allgemeines Problem dort zu sein...
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...Fortsetzung
Jetzt weiß ich auch, dass für E-Mails vom Handy aus eine Zeichenbegrenzung gilt.
Viel zu sagen bleibt nicht mehr, nur dass ich auf morgen gespannt bin und meine Projekte morgen wieder aufgreifen werde. Mehr dazu demnächst.
Gute Nacht Welt.
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Der letzte Tag in der ewigen Stadt und die ersten Tage zuhause
Doch zunächst zurück zum letzten Tag in Italien. Der Flug ging am Nachmittag, bis zum Flughafen brauchten wir etwa eine Stunde und am Flughafen selbst noch einmal anderthalb, also konnten wir bis zum Mittag in der Stadt bleiben und noch einmal bei Fassi lecker Gelato essen, was wir uns verständlicherweise nicht entgehen ließen, auch wenn es etwas durch die seltsame, Hiphopper imitierende Konversationsart eines jungen Amis aus dem Hostel beeinträchtigt wurde, der zur gleichen Zeit mit einer deutschen Geodäsiestudentin, ebenfalls aus dem Hostel, dort eintraf. Am Flughafen kamen wir dennoch früh genug an, so dass uns Zeit blieb, all unsere Fotos durchzusehen und zu drehen und unsere letzten Essensvorräte zu verzehren. Dabei erhielt ich einen Anruf wegen einer Terminvereinbarung aus Bonn von der internationalen Schule. Inzwischen war es Boardingzeit und wir waren noch nicht eingecheckt und am Check-In-Schalter war ausgerechnet eine Schlange, so dass wir fast in letzter Minute den Flieger erreichten. Ohne Zwischenfälle flogen wir meist über Wolken der Heimat entgehen, sahen einen traumhaften Sonnenuntergang, schafften knapp den Bus nach Bonn, beschlossen aber kurzfristig, statt zuerst bei uns zuhause vorbeizusehen mit Sack und Pack direkt zu den Eltern meiner Freundin zu fahren, wo ein leckerer Nudelauflauf auf uns wartete. Kurz zuvor telefonierte ich mit Egromu, die wegen Besuch nur kurz sprechen konnte und mich für Samstag auf ein chinesisches Buffet einladen wollte - angesichts von einer großen, mehr als satt machenden Portion Nudelauflauf und noch keiner frischen Wäsche und noch nicht ganz angekommen konnte ich mich darüber nur unklar äußern. Das Buffet kenne ich als sehr reichhaltig und umfangreich; normalerweise, vor allem nach einer nicht so glücklichen Erfahrung damit, bin ich dafür wesentlich offener, wenn ich am Tag zuvor nichts oder nicht viel gegessen habe. Entsprechend unklar und unentschlossen auch weiterhin äußerte ich mich am späteren Abend, was kaum auf Freude traf.
Am Samstag gab es nach einem gemeinsamen Frühstück im Kreise der Familie meiner Freundin für mich nicht viel zu tun, so dass ich mir die Zeit nahm, bei einem Handballspiel des Bruders meiner Freundin zuzuschauen, was er mit seinem Team gewinnen konnte. Der Abend klang aus mit einigen Runden Kartenspielens mit der Familie, Elfer Raus!, das ich schon länger nicht mehr gespielt hatte und das ich aufgrund fehlender Taktik häufig verlor, wohingegen meine Freundin fast immer gewinnen konnte. Noch später am Abend las ich bis zum Einschlafen in verschiedenen Zeittafeln über das Altertum im Allgemeinen und die Entwicklung des Imperium Romanum im Speziellen, weil mir die Formulierungen in verschiedenen archäologischen Reiseführern missverständlich erschienen, was z.B. die Bauabschnitte im Forum Romanum anging. Dort stehen heute Ruinen von Bauwerken sehr verschiedenen Epochen nebeneinander und werden nebeneinander beschrieben so als wären sie zeitgleich gebaut und in Betrieb gewesen, dabei liegen z.T. mehrere Jahrhunderte dazwischen. Das wäre so, als würde man in der Zukunft in einem Reiseführer über Bonn lesen können, dass das Münster dann und dann gebaut wurde und man von dessen Turm aus den Posttower sehen könne. Der Wunsch nach einer Art Stadtplan aus verschiedenen Epochen, vielleicht sogar eine 3D-Animation über das alte Forum Romanum mit entsprechender Dokumentation über seine über die Jahrhunderte veränderte Bebauung machte sich in mir breit. Es heißt z.B., Augustus habe die Stadt überwiegend aus Lehm vorgefunden und überwiegend aus Marmor zurückgelassen - diese Vorher-Nachher-Ansicht zumindest muss doch möglich sein!? Mit solchen Gedanken schlief ich ein.
Der Sonntag begann wieder wit gemeinsamem Frühstück; später packten meine Freundin und ich unsere inzwischen frisch gewaschene Wäsche und anderes, was für unsere Wohnung bestimmt war, zusammen und machten uns, sie chauffiert von ihrem Vater mit allem Gepäck, ich mit meinem Fahrrad auf zu unserem Zuhause. Ebenfalls später, nachmittags, machte ich mich auf zu Egromu, bei der ich eingeladen war, und erzählte von der Reise und anderen Begebenheiten. Der Nachmittag dort zog sich in den Abend, als ich mich schließlich wieder nach Hause aufmachte. Den Abend mit meiner Freundin füllte ich mit dem Sonntagskrimi und Polittalk über Adipositas als neue Epidemie, wobei mich freute, dass ein Talkteilnehmer aussprach, was Sache ist, nämlich dass System dahinter steckt, wenn Inhaltsangaben auf Nahrungsmitteln winzig gedruckt und für den Alltagsmenschen undurchsichtig formuliert sind und wenn verschiedene solche Nahrungsmittel irrtümlich als gesund oder zumindest als qualitativ hochwertig angepriesen werden. Nach herzzerreißenden 'Two Lovers' schlief ich neben meiner schlafenden Fr
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Donnerstag, 12. Januar 2012
Die ewige Stadt, Tag 11 und 12 - Fiumicino und Stadtrundfahrten
Am nächsten Tag schliefen wir wieder ein paar Minuten länger, hatten ein kurzes Frühstück unterwegs und gingen ein bisschen durch die Parks spazieren, angefangen mit dem Domus-Aurea-Park, der von zahlreichen Hunden und ihren Herrchen in Beschlag genommen war. Weiterhin beschlossen wir, in irgendeinen Bus zu steigen, bis zu seiner Endhaltestelle und wieder zurück zu fahren und so verschiedene Stadtrundfahrten zu machen. Zwischendurch besuchten wir erneut die Via del Corso, hatten eine kleine Portion Pizza, Zwiebel-Tomate und Zucchini, und gönnten uns eine große Portion köstliches Fassi-Eis in den Sorten Nutella, Mandarine, Nuss und Brombeere. Die nächste Busrundfahrt ging überraschend weit aus dem Stadtzentrum hinaus in die Vorstädte, über einen weiten Teil entlang der geplanten und im Bau befindlichen dritten Metrolinie C, und brauchte ziemlich genau eine ganze Stunde für eine einfache Fahrt. Am frühen Abend, so gegen 17.00 Uhr, waren wir wieder im Hostel. Es war eine Spaghetti-Party angekündigt, auf die wir uns freuten, dennoch machten wir uns zunächst den Rest unserer Nudeln mit Soße. Auf dem Zimmer hatten wir inzwischen statt der Argentinerin und Italienerin vom Vortag zwei Chinesinnen und einen Chinesen aus Shanghai und vier Laptops, die alle parallel liefen. Aus der Spaghettiparty wurde nun doch nichts, weil der Koch im Krankenhaus lag, also aßen wir abends noch einen Teil unseres angedachten Frühstücks. Nach einer heißen Dusche und einem Film (Mission Impossible: Phantom Protokoll - ziemlich überdrehter Actionstuss) schlief ich in den Armen meiner Freundin ein mit dem Gedanken, die nächste Nacht wieder in der Heimat zu verbringen.
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Dienstag, 10. Januar 2012
Die ewige Stadt, Tag 9 und 10 - Gianicolo, Shoppingtour und Vatikan
Am Abend zuvor konnten wir online für einen wesentlich günstigeren Preis in unserem vorherigen Hostel einchecken sowie den Flughafentransfer mit Preisnachlass buchen. Wir hatten dann morgens ein umfangreiches Frühstück mit unserem sehr freundlichen Gastgeber, von dem wir uns schließlich herzlich verabschiedeten. Wir hatten nicht besonders viel vor und dachten uns, auf eine Anhöhe südlich des Vatikans zu fahren, um von dort aus die herrliche Aussicht über die Stadt zu genießen. Anschließend wollten wir ins letzte, auf unserer Archäologiecard fehlende Museum Altemps gehen, mussten aber feststellen, dass es montags geschlossen ist; für Dienstag war unsere Karte nicht mehr gültig. Die andere Option, nämlich ins Domus Aurea zu gehen, verwarfen wir, weil wir uns nicht viel von versprachen. Von Nero einst als herrlicher Palast erbaut, hatten seine Nachfolger bereits bald nach des Tyrannen Tod vieles davon zerstört. Wir spazierten also im Vatikan umher, sahen seltsam gekleidete Uniformierte aus vergangenen Jahrhunderten und nahmen wahr, dass auf dem Petersplatz und auch sonst überall dort nur wenige Besucher unterwegs waren, was uns für den darauffolgenden Tag Hoffnung machte, nicht lange in der Schlange stehen zu müssen. Nachmittags gingen wir zum inzwischen dritten Mal zu Pizzarito, um die von allen drei Besuchen leckerste und am schönsten garnierte Capricciosa Strapizza zu essen. Für den Abend schlenderten wir noch über die Via del Corso, auf der Suche nach einem Schnäppchen, das wir aber nicht in zufriedenstellender Form fanden. Später am Abend machten wir uns auf die Suche nach der Gelateria Fassi, angeblich die älteste der Stadt, nur um festzustellen, dass sie montags geschlossen ist, beschlossen aber, am nächsten Tag wiederzukommen. Wir gingen also unverrichteter Dinge ins Hostel zurück und hatten eine friedliche Nacht, diesmal in einem anderen Zimmer, das wir mit einem Tunesier, der in Turin studierte und hier in der Stadt für ein französisches Theater arbeitete, und einem weiteren Gast, der nach Mitternacht kam und am nächsten Tag wieder abreiste, teilten.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf zum Vatikan, um die Museen und den Dom zu besichtigen. Vor dem Museum, wo sich normalerweise Menschenmassen in mehreren Hundert Metern in einer Reihe vor dem Eintritt versammeln und mehrere Stunden Wartezeit auf sich nehmen, befanden sich wenige verlorene Menschen, so dass wir zunächst ein Frühstückpicknick einnahmen. Gestärkt betraten wir nun die Museen, für die uns irrtümlicherweise zu unseren Gunsten zweimal nur der reduzierte Eintrittspreis berechnet wurde. Die Sammlungen in den Vatikanischen Museen sind wahrlich beeindruckend! Ich würde behaupten, ein Besuch dort kann Besuche in verschiedenen anderen Museen ersetzen und wäre demnach insgesamt finanziell günstiger. Wir nahmen uns also mehrere Stunden Zeit, um möglichst alle Ausstellungsräume und ihre Exponate, die aus allen Erdteilen und Epochen bis zur heutigen Zeit stammten, die Sixtinische Kapelle eingeschlossen, auf uns wirken zu lassen. Gewiss war nicht alles dort nach unserem Geschmack, aber Menge und Vielfalt sowie die Länge des Rundgangs waren enorm, überwältigend. Hier hätte ich mir bisweilen doch einen kompetenten Museumsführer oder zumindest einen ausführlichen Audioguide gewünscht, so viele Fragen haben sich mir während des Besuchs der Museums und erst recht des Petersdoms aufgetan. Allerdings fühlte ich mich in letzterem, oft auf Schildern als 'Heiliger Ort' bezeichneten Kolossalgebäude recht unbehaglich. Ohne besonders gläubigen, katholischen Menschen zu nahe treten zu wollen mit meinen folgenden Worten: Die blutige Geschichte der katholischen Kirche, ihre Dogmen, die sie zum Teil noch heute bewahrt, die ungeheuerliche Anmaßung eines Menschen, vor allem in heutiger aufgeklärter Zeit zu behaupten, einziger 'Vertreter Gottes auf Erden' zu sein, all das gibt mir das Gefühl, an einem unheiligen, sündigen Ort, von göttlichen Welten eher weiter entfernt als ihnen näher zu sein. Trotzdem war der Besuch im Petersdom auch in positivem Sinne beeindruckend für mich. Den restlichen Tag ließen wir stressfrei ausklingen, hatten bei Fassi ein wirklich hervorragend leckeres Eis und im Anschluss von gegenüber jeder ein großes Suppli - Numerus und Genus sind hier reine Vermutung - und zogen uns am noch relativ frühen Abend aufs Hostelzimmer zurück, wo es mir nach einigem Probieren schließlich gelang, mein Handy zu reaktivieren. In Zweisamkeit ließen wir den Tag ausklingen. Am nächsten Tag würden wir vor dem Abflug nur noch wenige kleinere Vorhaben haben...
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Die ewige Stadt, Tag 7 und 8 - Via Appia und Ostia
Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem kleinen Frühstück auf, um die alte römische Hafenstadt Ostia zu besuchen - bzw. was von ihr noch übrig war. Hier war eine ziemlich gut erhaltene Stadtstruktur zu bestaunen, die zum Teil sogar bis in mehrere Etagen und Räume begehbar war. Dank des strahlenden Sonnenscheins verbrachten wir dort mehrere Stunden und gönnten uns ein schmackhaftes Picknick inmitten alten Mauerwerks. Nachmittags ließen wir uns wieder vom günstigen Riesenpizzaangebot verführen, trafen eine Couchsurferin aus Belgien, die auf Winter-Europareise war und gingen mit ihr Nachtisch essen, in einem Restaurant, das uns die Mexikaner empfahlen wegen der günstigen und großen Portionen. Wir wurden jedoch bald enttäuscht: Unser Tiramisu war zwar lecker, aber wohl kaum selbstgemacht und auch noch teurer als auf einer Werbung versprochen, die Suppli waren auch lecker, aber innen noch gefroren, das 'Menü' unserer Begleiterin war aber die Krönung; es bestand aus einer Mini-Lasagne, höchstens anderthalb Zentimeter hoch und wohl nur aufgewärmt, einer Tüte lauwarmer Pommes Frites und 0,2l Fruchtsaft - alles für 7,-Euro. Besser nicht mehr zu LasaGnaM gehen. Die Busfahrt zu unserem Gastgeber wurde durch einen Unfall erschwert - mit 30 Minuten Verspätung kamen wir schließlich an und stellten fest, dass er bereits mit dem Abendessen auf uns gewartet hatte: feine Putenschnitzel in Zitrone gebraten mit leckerem Erbsengemüse. Satt und glücklich schliefen wir ein.
Merken für die ToDo-List: Rezept für Suppli raussuchen und selbst machen, da lecker.
Anmerkung: Mein Handy war vom Bett gestürzt und ließ sich danach tagelang nicht einschalten. Schließlich konnte ich die zerbrochene Technik überlisten - der Blogeintrag kommt aber dadurch zwei Tage verspätet.
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Freitag, 6. Januar 2012
Die ewige Stadt, Tag 5 und 6 - Museen und Colosseum
Am nächsten Morgen machten wir uns zuallererst auf zum Colosseum. Sonnenschein gab es zwar leider nicht, aber immerhin auch keinen Regen. Was soll man sagen, dieser Bau ist einfach beeindruckend. Danach hatten wir vor, den Domus Aurea zu besichtigen, auf den wir durch eine Videopräsentation im Colosseum neugierig geworden waren, dann wollten wir erneut Abenteuernudeln kochen und danach zu den Domitianthermen, doch zuallererst wollten wir kurz noch einen Couchsurfer treffen, der in einem Protestcamp zeltete und uns einen Zeltschlafplatz angeboten hatte, den wir aber dankend ablehnten. Aus 'kurz' wurde der ganze Nachmittag, er zeigte uns günstige Pizza-Pasta-Lokalitäten (Pizzarito, Pastarito) und wir fanden nach einiger Suche auch schließlich eine heiße Schokolade für 2,50 Euro statt für 6,- Euro, was bisweilen deren Preis sein konnte, und nahmen sie, uns mit ihm unterhaltend, am Pantheon ein. Zugegeben war sie lecker und erinnerte an geschmolzene Schokolade, so dickflüssig war sie. Von unseren Nachmittagsvorhaben konnten wir nur noch die Nudeln realisieren, danach fuhren wir abends noch zur Pyramide und wieder zurück zum Hostel, wo wir inzwischen weitere Zimmergesellschaft bekommen hatten: ein Pärchen aus Kamerun, wovon die Frau jedoch später das Hostel wieder verließ. Früher als am Tag zuvor ging es ins Bett.
Übrigens, gute Neuigkeiten: Obwohl wir um 10.00 Uhr auschecken müssen, ist es für uns möglich, ohne Aufpreis bis Mitternacht unser Gepäck im Hostel zu lassen...
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Mittwoch, 4. Januar 2012
Die ewige Stadt, Tag 3 und 4 - Caracalla bis Engelsburg und Forum + Palatin
Am darauffolgenden, also dem heutigen Tag kamen wir mit einer kleinen Verspätung aus dem Bett, kauften uns Brot und picknickgeeignete Zutaten und machten uns auf zum Forum und zum Palatin. Stunden verbrachten wir zwischen den Ruinen der Kultur, die über Jahrhunderte Europa, ja die Welt für Jahrtausende in die Zukunft nachdrücklich geprägt hatte. Für diese Exkursion war ein ganzer Tag nötig, so dass wir am frühen Abend uns nur noch Zeit nahmen, in einem Internetcafé herauszufinden, dass die Tickets für die Vatikanmuseen, die man, um das stundenlange Anstehen zu vermeiden, im Voraus im Internet buchen solle, hierbei deutlich teurer seien, was ein Anstehen zu frühen Morgenstunden doch wieder überlegenswert machte. Des Weiteren fanden wir heraus, dass der Airport-Shuttle vom Flughafen aus 4,-, vom Termini aus 6,-€ kosten würde - es sei denn, man bucht online, dann sind es ebenfalls 4,-€ pro Person.
Abends fanden wir eine schöne Gelegenheit, beim gemeinsamen Kochen den Mitbewohner unseres Gastgebers besser kennenzulernen und um Mitternacht konnte ich noch bei einem Glas Wein ein schönes Gespräch mit unserem Gastgeber selbst führen über weltbewegende Themen, über die er ähnlich denkt wie ich.
Zur Sicherheit notiere ich mir jetzt noch geschwind einige Hostels in einer Straßenkarte. Man kann ja nie wissen...
Keine Musik- und Textilarbeit bisher seit Neujahr.
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Montag, 2. Januar 2012
Die ewige Stadt, Tag 1 und 2 - Chaos, Neujahrsdinner und ein regnerischer Stadtrundgang
Die erste Nacht im Neuen Jahr war kurz, da vor der Abreise am nächsten Morgen noch viel zu tun war. Schließlich ging es zu zweit los zum Flughafen, wo es Gelegenheit für ein verspätetes Frühstück gab - dann der Flug ohne Zwischenfälle.
Vom Zielflughafen Fiumicino aus konnten wir für 4€ den Termini in der Stadtmitte erreichen. Auf dem Weg dorthin bot sich uns ein Anblick auf Häuser und Straßen in ziemlich desolatem Zustand. Am Termini dann wurde es kompliziert:
Nuovo Salario war das Ziel, wir hätten es per Metro und Zug erreichen wollen. Allerdings erwies sich das Personal am Bahn-Informationsschalter als inkompetent bei der Frage, ob es für diese Strecke ein Kombiticket oder zwei getrennte Tickets notwendig seien. Deren Antwort war nur, dass vom Termini aus kein Zug direkt dorthin führe, sie auch keine Information über die Metro geben könnten und wir uns direkt an der Metro-Plattform informieren müssten. Ein entsprender Infostand war nicht auffindbar, so fragten wir schließlich einen Polizisten, wo wir den Infopunkt finden könnten. Als er erfuhr, dass wir nach Nuovo Salario wollten, meinte er erfreut, dass er dort wohne und wir die Buslinie 90 nehmen müssten, das seien nur 20 Minuten. Gesagt, getan, doch nach 20 Minuten Fahrt waren wir nicht annähernd dort, wo wir sein wollten. Selbst nach 30 Minuten Fahrt, so sagte uns eine Passagierin, seien es noch 15 Minuten zu laufen.
Ziemlich verspätet trafen wir schließlich bei unserem Gastgeber ein, der neben uns weitere Gäste in seiner Wohnung beherbergte. Wir bekamen eine etwas ramponierte, aber dennoch bequeme Matratze, machten nette Bekanntschaft mit zweien seiner Gäste, einem Pärchen aus Jerusalem, und wurden schließlich von ihm eingeladen, an einem Dinner bei seinen sehr netten Freunden teilzunehmen, bei dem die Reste einer Silvesterparty vernichtet wurden. Um Mitternacht konnten wir, erschöpft von der letzten, viel zu kurzen Nacht und vom ersten Tag in dieser ruhelosen Stadt, gesättigt und zufrieden einschlafen.
Am nächsten Morgen begleiteten wir das Pärchen bis zum Hauptbahnhof und nahmen zu viert ein kleines Frühstück in einem recht teuren Café ein. Als wir fertig waren, mussten wir mindestens fünfmal nach der Rechnung verlangen, bis endlich jemand 'deBil' brachte. Wir verabschiedeten uns von den beiden und machten uns zu Fuß auf gen Foro und Colosseo. Meine Freundin, die dort schon einmal war und bezüglich der Ruinen gut informiert war, konnte mir von außen einiges erklären. Wir wollten erst morgen den Archäologie-Pass kaufen, der uns für eine Woche Zugang zu Museen, Thermen, Forum etc. gewähren würde. Dafür kauften wir heute ein Wochenticket und fuhren anschließend durch die Stadt auf der Suche nach einer günstigen Pizza in der Nähe des Pantheon, das wir anschließend besichtigten. Danach fuhren wir zum Circus Maximus bzw. zu einer Grasfläche, die so genannt wurde und nahmen daraufhin den Bus zur Via del Corte, über die wir zu Fuß zur Piazza del Popolo gingen. Mit der Metro zum Termini, dort im DeSpar ein paar Kleinigkeiten gekauft und im Bahnhof gepicknickt, dann nahmen wir den Bus, diesmal den richtigen, nach Hause zu unserem Gastgeber. Es war inzwischen 21.00 Uhr, unsere Füße taten weh vom Laufen und Stehen und wir wollten uns nur noch ausruhen, doch unser Gastgeber war noch nicht da, also mussten wir warten. Zum Glück ließ uns nach einigen Minuten jemand ins Haus, wo es nicht ganz so kalt war. Nach einigen weiteren Minuten klingelten wir erneut, und siehe da, einer der Gäste ließ uns ein, der zuvor mit Kopfhörern unser Läuten nicht hören konnte. Meine Freundin ging sogleich zu Bett, so müde war sie. Ich wollte noch nicht gleich schlafen, aber zumindest meine Füße erholen.
Ich habe Materialien für meine verschiedenen Projekte dabei. Den Abend bis zum Einschlafen werde ich noch dafür nutzen. Morgen geht es dann früh los auf den Spuren des klassischen Altertums...
Buona Notte!
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