Sonntag, 29. Januar 2012

...nichts Neues...

In der Schule gabs Freitag für mich interessante Einführungsveranstaltungen und Notenkonferenzen. Ziemlich viel läuft elektronisch, z.B. Klassenbuch...
Samstag war ich bei den Eltern meiner Freundin und habe durch ihren Bruder angeregt Minecraft zu spielen begonnen und lange nicht aufhören können.
Der Sonntag zuhause war ebenfalls davon geprägt, neben Vorbereitungen für den nächsten Schultag.
Ach ja, und genäht habe ich auch noch...

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Donnerstag, 26. Januar 2012

Little America

So now my fourth day at Bonn International School is finally over. We all, including me, have learnt a lot. The school is nice but different from those I got to know so far and so are its pupils in a certain extent. Sometimes one can feel like being transferred to somewhere in the U.S., to an American school. This impression I got especially when I was in the school's cafeteria, which looks (and works) pretty much like one in the U.S.
The staff is nice, the pupils are friendly - I think I like it there. At least, working there will be a good opportunity to get some precious experience for the future.
Darüber hinaus bietet sich mir dort eine Gelegenheit, mein Englisch zu verbessern.
Weiterhin gibt es nichts Neues zu berichten. Ich habe weder weiter geschrieben, noch mich musikalisch oder textilverarbeitend beschäftigt. Stattdessen suche ich nach Kletterausrüstung, nach Schokogießformen usw., also die alte Leier: statt konsequent etwas zu beenden, wird lieber etwas neues begonnen.
Schade.

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Dienstag, 24. Januar 2012

...Lücken...

Montag an der Internationalen Schule war durchaus entspannt. Recht zuversichtlich blicke ich neuen Herausforderungen entgegen und habe mich auch am heutigen Dienstag denke ich ganz gut gehalten - ich blicke wohl spannenden Zeiten entgegen. Abgesehen davon habe ich am Montag eine Schreibaufgabe ergriffen, die ich in einem anderen Blog parallel hierzu weiterführen möchte. Es geht darum, ein wissenschaftliches Weltbild mit einem religiösen, spirituellen bzw. metaphysischen zu verbinden, d.h. ich will zeigen, dass das vermeintliche Auseinanderdriften beider Weltbilder nicht zwangsläufig so wahrgenommen werden muss. Des Weiteren war am Montag noch Zeit für eine Stunde Nachhilfe in Deutsch, den Abend ließ ich dann ohne weitere Vorhaben in Zweisamkeit mit meiner Freundin ausklingen und den nächsten Tag ebenso beginnen, da sie sich inzwischen erkältet hatte. Darüber hinaus war der Dienstag von Fahrdiensten und seit vielen Wochen auch von Capoeiratraining bis in den Abend geprägt. Genug für einen Tag, morgen gibts mehr... Vorerst gebe ich mich jedenfalls mit den Lücken in meinen Projekten und im hiesigen Blog zufrieden.

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Sonntag, 22. Januar 2012

Langsam gehts vorwärts, aufwärts.

Gesundheitlich wieder auf dem aufsteigenden Ast, freue ich mich schon darauf, wenn ab Montag die Arbeit losgeht und regulierend und strukturierenf in meinen Alltag eingreift. Dadurch gäbe es gewiss pünktlichere und täglichere Posts hier im Blog, ich würde weniger Zeit im Internet verbringen, wäre morgens früher auf den Beinen und abends zu einer vernünftigeren Zeit im Bett.
Auf Montag!

P.S.: Krankheit so gut wie überwunden, Strickarbeit fast fertig...
Eigentlich hatte ich vorher einen anderen, ausführlich nacherzählenden Text für diesen Blogeintrag formuliert gehabt. Der ging aber verloren.

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Mittwoch, 18. Januar 2012

Im Lazarett...

Durch eine recht starke Erkältung, bei deren Heilung mich meine Freundin fürsorglich und liebevoll unterstützt, kommt die meiste andere Planung zum Erliegen. Am vorgestrigen Montag Vormittag war ich bei angekündigtem Gesprächstermin - die Fahrt mit dem Rad durch eisige Kälte könnte meine Erkältung verstärkt haben - der für mich sehr erfreulich war. Der Nachmittag war von Kleiderkauf und Nachhilfe und nebenbei gelegentlichen Husten- und Schnupfenattacken bestimmt, am Abend ging ich quasi auf dem Zahnfleisch, hatte leichte Schwindelgefühle und schien wohl regelrecht zu glühen. Dienstag wachte ich etwas gesünder auf, ließ mich weiterhin umsorgen, bis ich um die Mittagszeit verschiedene Besorgungen bei Freunden verfolgte und ein nettes Gespräch in Troisdorf wahrnahm. Die Besorgungen gingen bis in den Abend, den Capoeira-Kurs ließ ich angesichts meiner angeschlagenen Gesundheit ausfallen und hatte einen schönen Abend in Zweisamkeit mit meiner Freundin.
Am nächsten Morgen fühlte ich mich weiter etwas besser, u.a. zeigte wohl auch die Anwendung von 'Tiger-Balm' seit dem Vortag ihre Wirkung, fühlte mich aber noch nicht stabil genug für größere Fahrten durch die Kälte, vor allem wegen der schlechten Erinnerung an die Montagmorgenfahrt. Dagegen möchte ich nun die Zeit, die mir neben einem Nachhilfetermin heute Nachmittag bleibt, nutzen, um an verschiedenen Vorhaben weiterzuarbeiten und die bereits verlängerten Fristen der Projekte, die durch Krankheit weiter in Verzug kamen, versuchen einzuhalten.
Viel Glück und gute Besserung!

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Sonntag, 15. Januar 2012

Rückblick Italien - Stolz und Unordnung

Der Besuch der Ewigen Stadt hat meine Vorbehalte bestärkt, was das Volk auf der Appeninenhalbinsel angeht: Landschaftlich und historisch, kulinarisch und klimatisch allemal mehr als eine Reise wert, komme ich mit vielen der Menschen und ihrer gesellschaftlichen Strukturen und Gepflogenheiten wenig zurecht. Mein erster Eindruck, als ich mit dem Bus den Flughafen verließ: Die Straßen, auch Schnellstraßen sind in solch einem desaströsen Zustand, dass die Busfahrt eine große Herausforderung für die Stoßdämpfer ist, falls diese überhaupt noch funktionieren. Apropos funktionieren - es funktioniert in Italien kaum etwas und wenn, dann meist nicht ordnungsgemäß. Als ortsfremder einen Bus zum Zielort zu finden kann sich bisweilen zu einer Odyssee entwickeln - ob der Bus dann auch termingerecht oder überhaupt kommt, steht damit allerdings noch nicht fest. Über die Medien habe ich vorher bereits einmal davon erfahren, dass die kleinen Kupfermünzen in Italien gern vermieden werden, dass man also lieber auf den nächsten runden Zehnerbetrag rundet. Diese Eigenart, so meine Feststellung, wurde während der anderthalb Wochen stets zu meinen Ungunsten praktiziert. So kostete mich z.B. eine Strapizza anstatt 9,68€ im Endeffekt gelegentlich 9,70€ - beim Einkauf im Supermarkt war dies oft ähnlich. Einmal, das hat mich beinahe in Rage gebracht, kostete ein kleiner Einkauf 2,82€. Ich gab 5,30€ in der Hoffnung, der Kassiererin das Wechselgeld so zu erleichtern, dass sie mir 2,50€ rausgeben und dabei zu meinen Gunsten abrunden könne. Aber falsch gehofft, sie schüttelte den Kopf, hab mir die 30 Cent wieder zurück und wechselte auf meine 5,-€ mit 2,17€, hatte mich also erneut um 1 Cent 'betrogen'. Einen fast noch unverschämteren Betrug erfuhren wir beim letzten Hostel, wo wir übers Internet ein 6er-Zimmer mit Bad gebucht hatten und eines ohne Bad, dafür mit allgemeiner Badmitbenutzung bekamen. Auf unsere erste Ansprache reagierte man nur mit dem Hinweis auf das allgemeine Bad, ein Bad auf dem Zimmer gebe es nicht. Erst als wir klar und deutlich und vor allem nachdrücklich belegen konnten, was wir gebucht hatten und dass wir diese Leistung auch gern in Anspruch nähmen, wurde zuerst versucht, uns im falschen Zimmer zu belassen und uns mit einem Gratisfrühstück zu beschwichtigen. Erst nach erneutem Bestehen auf unseren gebuchten Leistungen bekamen wir, was wir wollten und durften folglich in ein anderes Zimmer umziehen, das auch noch etwas größer als das vorherige war. Auf den ersten Blick mag solches den Italiener als frech und unfreundlich erscheinen lassen - tatsächlich wurden wir häufig ohne Entschuldigung in den Bussen gerempelt, weil sich Menschen rücksichtslos an anderen vorbeiquetschten. Außerdem erschienen einige Italiener auf der Straße, fast kann man sagen je schmutziger und reparaturbedürftiger diese war, umso modischer mit Blingbling und Sonnenbrille herausgeputzt, mit einer unnahbar stolzen, fast arrogant wirkenden Art umherspazierend. Wieder andere konnten wir dabei beobachten, wie sie ohne mit der Wimper zu zucken frische, genießbare Speisereste, bei anderthalbfachen oder noch höheren Preisen als bei uns in Deutschland, in den Müll oder Lebensmittelverpackungen hinter sich auf die Straße warfen - entsprechend sieht es auf den Straßen und noch mehr an ihren Rändern aus; man bräuchte dort viel mehr öffentliche Mülleimer. Aber auf der anderen Seite lernten wir auch die Großzügigkeit und herzliche Gastfreundschaft anderer Italiener kennen wie auch die professionelle, höflich-dezente wie charmante und in höchstem Maße korrekte Art z.B. eines Kellners kennen. Außerdem wussten wir sehr zu schätzen, dass vielerorts Trinkwasser einfach so aus öffentlichen Brunnen sprudelt und getrunken werden kann. Darüber hinaus erfreuten wir uns an einem immensen, vielfältigen und meist sehr gut zugänglichen Angebot archäologischer und künstlerischer Schätze - jemand sagte, allein in Italien seien etwa 60 Prozent dieser Schätze weltweit.
Als Fazit stelle ich fest, dass Italien ein schönes, charmantes Land mit einem eigenen, oftmals liebenswerten Völkchen ist, in dem in allen Bereichen vieles recht gut, aber mangels richtiger Organisation so gut wie nichts optimal läuft. Angesichts der Wirtschaftskrise hätte Italien meiner Einschätzung nach gute Chancen, stabil auf die Beine zu kommen, Chancen, die allerdings nicht oder nicht richtig genutzt werden. Ob dafür die Politik verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen, doch es scheint mir mehr ein allgemeines Problem dort zu sein...

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...Fortsetzung

eundin ein.
Jetzt weiß ich auch, dass für E-Mails vom Handy aus eine Zeichenbegrenzung gilt.
Viel zu sagen bleibt nicht mehr, nur dass ich auf morgen gespannt bin und meine Projekte morgen wieder aufgreifen werde. Mehr dazu demnächst.
Gute Nacht Welt.

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Der letzte Tag in der ewigen Stadt und die ersten Tage zuhause

Wieder sind einige Tage vergangen seit meinem letzten Blogeintrag, diesmal gibt es auch keine echte Entschuldigung dafür, mehr eine Ausrede: die 'Ankunft zuhause' streckte über das Wochenende im Elternhaus meiner Freundin.
Doch zunächst zurück zum letzten Tag in Italien. Der Flug ging am Nachmittag, bis zum Flughafen brauchten wir etwa eine Stunde und am Flughafen selbst noch einmal anderthalb, also konnten wir bis zum Mittag in der Stadt bleiben und noch einmal bei Fassi lecker Gelato essen, was wir uns verständlicherweise nicht entgehen ließen, auch wenn es etwas durch die seltsame, Hiphopper imitierende Konversationsart eines jungen Amis aus dem Hostel beeinträchtigt wurde, der zur gleichen Zeit mit einer deutschen Geodäsiestudentin, ebenfalls aus dem Hostel, dort eintraf. Am Flughafen kamen wir dennoch früh genug an, so dass uns Zeit blieb, all unsere Fotos durchzusehen und zu drehen und unsere letzten Essensvorräte zu verzehren. Dabei erhielt ich einen Anruf wegen einer Terminvereinbarung aus Bonn von der internationalen Schule. Inzwischen war es Boardingzeit und wir waren noch nicht eingecheckt und am Check-In-Schalter war ausgerechnet eine Schlange, so dass wir fast in letzter Minute den Flieger erreichten. Ohne Zwischenfälle flogen wir meist über Wolken der Heimat entgehen, sahen einen traumhaften Sonnenuntergang, schafften knapp den Bus nach Bonn, beschlossen aber kurzfristig, statt zuerst bei uns zuhause vorbeizusehen mit Sack und Pack direkt zu den Eltern meiner Freundin zu fahren, wo ein leckerer Nudelauflauf auf uns wartete. Kurz zuvor telefonierte ich mit Egromu, die wegen Besuch nur kurz sprechen konnte und mich für Samstag auf ein chinesisches Buffet einladen wollte - angesichts von einer großen, mehr als satt machenden Portion Nudelauflauf und noch keiner frischen Wäsche und noch nicht ganz angekommen konnte ich mich darüber nur unklar äußern. Das Buffet kenne ich als sehr reichhaltig und umfangreich; normalerweise, vor allem nach einer nicht so glücklichen Erfahrung damit, bin ich dafür wesentlich offener, wenn ich am Tag zuvor nichts oder nicht viel gegessen habe. Entsprechend unklar und unentschlossen auch weiterhin äußerte ich mich am späteren Abend, was kaum auf Freude traf.
Am Samstag gab es nach einem gemeinsamen Frühstück im Kreise der Familie meiner Freundin für mich nicht viel zu tun, so dass ich mir die Zeit nahm, bei einem Handballspiel des Bruders meiner Freundin zuzuschauen, was er mit seinem Team gewinnen konnte. Der Abend klang aus mit einigen Runden Kartenspielens mit der Familie, Elfer Raus!, das ich schon länger nicht mehr gespielt hatte und das ich aufgrund fehlender Taktik häufig verlor, wohingegen meine Freundin fast immer gewinnen konnte. Noch später am Abend las ich bis zum Einschlafen in verschiedenen Zeittafeln über das Altertum im Allgemeinen und die Entwicklung des Imperium Romanum im Speziellen, weil mir die Formulierungen in verschiedenen archäologischen Reiseführern missverständlich erschienen, was z.B. die Bauabschnitte im Forum Romanum anging. Dort stehen heute Ruinen von Bauwerken sehr verschiedenen Epochen nebeneinander und werden nebeneinander beschrieben so als wären sie zeitgleich gebaut und in Betrieb gewesen, dabei liegen z.T. mehrere Jahrhunderte dazwischen. Das wäre so, als würde man in der Zukunft in einem Reiseführer über Bonn lesen können, dass das Münster dann und dann gebaut wurde und man von dessen Turm aus den Posttower sehen könne. Der Wunsch nach einer Art Stadtplan aus verschiedenen Epochen, vielleicht sogar eine 3D-Animation über das alte Forum Romanum mit entsprechender Dokumentation über seine über die Jahrhunderte veränderte Bebauung machte sich in mir breit. Es heißt z.B., Augustus habe die Stadt überwiegend aus Lehm vorgefunden und überwiegend aus Marmor zurückgelassen - diese Vorher-Nachher-Ansicht zumindest muss doch möglich sein!? Mit solchen Gedanken schlief ich ein.
Der Sonntag begann wieder wit gemeinsamem Frühstück; später packten meine Freundin und ich unsere inzwischen frisch gewaschene Wäsche und anderes, was für unsere Wohnung bestimmt war, zusammen und machten uns, sie chauffiert von ihrem Vater mit allem Gepäck, ich mit meinem Fahrrad auf zu unserem Zuhause. Ebenfalls später, nachmittags, machte ich mich auf zu Egromu, bei der ich eingeladen war, und erzählte von der Reise und anderen Begebenheiten. Der Nachmittag dort zog sich in den Abend, als ich mich schließlich wieder nach Hause aufmachte. Den Abend mit meiner Freundin füllte ich mit dem Sonntagskrimi und Polittalk über Adipositas als neue Epidemie, wobei mich freute, dass ein Talkteilnehmer aussprach, was Sache ist, nämlich dass System dahinter steckt, wenn Inhaltsangaben auf Nahrungsmitteln winzig gedruckt und für den Alltagsmenschen undurchsichtig formuliert sind und wenn verschiedene solche Nahrungsmittel irrtümlich als gesund oder zumindest als qualitativ hochwertig angepriesen werden. Nach herzzerreißenden 'Two Lovers' schlief ich neben meiner schlafenden Fr

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Donnerstag, 12. Januar 2012

Die ewige Stadt, Tag 11 und 12 - Fiumicino und Stadtrundfahrten

Wir wollten heute mal ausschlafen, vormittags ein Eis bei Fassi essen - doch der war leider zu - und nach einer beinahe frustrierenden Suche nach zwei Briefmarken mit Sack und Pack nach Fiumicino, um dort nachzuprüfen, ob unser Rückflug auch wirklich am Freitag ginge. Nachdem wir alles in Ordnung feststellen konnten, quartierten wir uns für die letzten beiden verbleibenden Nächte in einem anderen Hostel ein, dass billiger war, auch bezogen auf die Einrichtung, das aber kostenloses Internet und eine den Umständen entsprechend gut und gemütlich eingerichtete Küche. Wir machten über das Internet verschiedene Telefonate, u.a. gab ich einem Schüler in Bonn gewisse Tipps für seinen Mathetest am nächsten Tag. Dann kauften wir uns noch Pasta und Soße und kochten und aßen diese. Danach, es war schon spät, war noch Gelegenheit für etwas gemeinsame Ablenkung und Spiel am Rechner, den ich schließlich, als meine Freundin schlafen ging, noch zum Schauen zweier Filme, 'Die Iden des März' und 'Der Gott des Gemetzels', nutzte. Danach schlief auch ich.
Am nächsten Tag schliefen wir wieder ein paar Minuten länger, hatten ein kurzes Frühstück unterwegs und gingen ein bisschen durch die Parks spazieren, angefangen mit dem Domus-Aurea-Park, der von zahlreichen Hunden und ihren Herrchen in Beschlag genommen war. Weiterhin beschlossen wir, in irgendeinen Bus zu steigen, bis zu seiner Endhaltestelle und wieder zurück zu fahren und so verschiedene Stadtrundfahrten zu machen. Zwischendurch besuchten wir erneut die Via del Corso, hatten eine kleine Portion Pizza, Zwiebel-Tomate und Zucchini, und gönnten uns eine große Portion köstliches Fassi-Eis in den Sorten Nutella, Mandarine, Nuss und Brombeere. Die nächste Busrundfahrt ging überraschend weit aus dem Stadtzentrum hinaus in die Vorstädte, über einen weiten Teil entlang der geplanten und im Bau befindlichen dritten Metrolinie C, und brauchte ziemlich genau eine ganze Stunde für eine einfache Fahrt. Am frühen Abend, so gegen 17.00 Uhr, waren wir wieder im Hostel. Es war eine Spaghetti-Party angekündigt, auf die wir uns freuten, dennoch machten wir uns zunächst den Rest unserer Nudeln mit Soße. Auf dem Zimmer hatten wir inzwischen statt der Argentinerin und Italienerin vom Vortag zwei Chinesinnen und einen Chinesen aus Shanghai und vier Laptops, die alle parallel liefen. Aus der Spaghettiparty wurde nun doch nichts, weil der Koch im Krankenhaus lag, also aßen wir abends noch einen Teil unseres angedachten Frühstücks. Nach einer heißen Dusche und einem Film (Mission Impossible: Phantom Protokoll - ziemlich überdrehter Actionstuss) schlief ich in den Armen meiner Freundin ein mit dem Gedanken, die nächste Nacht wieder in der Heimat zu verbringen.

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Dienstag, 10. Januar 2012

Die ewige Stadt, Tag 9 und 10 - Gianicolo, Shoppingtour und Vatikan

Na toll, mein Handy war nachts aus dem Bett einen halben Meter tief auf Steinfließen gefallen und ließ sich anderthalb Tage nicht mehr aktivieren - bis heute Abend.
Am Abend zuvor konnten wir online für einen wesentlich günstigeren Preis in unserem vorherigen Hostel einchecken sowie den Flughafentransfer mit Preisnachlass buchen. Wir hatten dann morgens ein umfangreiches Frühstück mit unserem sehr freundlichen Gastgeber, von dem wir uns schließlich herzlich verabschiedeten. Wir hatten nicht besonders viel vor und dachten uns, auf eine Anhöhe südlich des Vatikans zu fahren, um von dort aus die herrliche Aussicht über die Stadt zu genießen. Anschließend wollten wir ins letzte, auf unserer Archäologiecard fehlende Museum Altemps gehen, mussten aber feststellen, dass es montags geschlossen ist; für Dienstag war unsere Karte nicht mehr gültig. Die andere Option, nämlich ins Domus Aurea zu gehen, verwarfen wir, weil wir uns nicht viel von versprachen. Von Nero einst als herrlicher Palast erbaut, hatten seine Nachfolger bereits bald nach des Tyrannen Tod vieles davon zerstört. Wir spazierten also im Vatikan umher, sahen seltsam gekleidete Uniformierte aus vergangenen Jahrhunderten und nahmen wahr, dass auf dem Petersplatz und auch sonst überall dort nur wenige Besucher unterwegs waren, was uns für den darauffolgenden Tag Hoffnung machte, nicht lange in der Schlange stehen zu müssen. Nachmittags gingen wir zum inzwischen dritten Mal zu Pizzarito, um die von allen drei Besuchen leckerste und am schönsten garnierte Capricciosa Strapizza zu essen. Für den Abend schlenderten wir noch über die Via del Corso, auf der Suche nach einem Schnäppchen, das wir aber nicht in zufriedenstellender Form fanden. Später am Abend machten wir uns auf die Suche nach der Gelateria Fassi, angeblich die älteste der Stadt, nur um festzustellen, dass sie montags geschlossen ist, beschlossen aber, am nächsten Tag wiederzukommen. Wir gingen also unverrichteter Dinge ins Hostel zurück und hatten eine friedliche Nacht, diesmal in einem anderen Zimmer, das wir mit einem Tunesier, der in Turin studierte und hier in der Stadt für ein französisches Theater arbeitete, und einem weiteren Gast, der nach Mitternacht kam und am nächsten Tag wieder abreiste, teilten.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf zum Vatikan, um die Museen und den Dom zu besichtigen. Vor dem Museum, wo sich normalerweise Menschenmassen in mehreren Hundert Metern in einer Reihe vor dem Eintritt versammeln und mehrere Stunden Wartezeit auf sich nehmen, befanden sich wenige verlorene Menschen, so dass wir zunächst ein Frühstückpicknick einnahmen. Gestärkt betraten wir nun die Museen, für die uns irrtümlicherweise zu unseren Gunsten zweimal nur der reduzierte Eintrittspreis berechnet wurde. Die Sammlungen in den Vatikanischen Museen sind wahrlich beeindruckend! Ich würde behaupten, ein Besuch dort kann Besuche in verschiedenen anderen Museen ersetzen und wäre demnach insgesamt finanziell günstiger. Wir nahmen uns also mehrere Stunden Zeit, um möglichst alle Ausstellungsräume und ihre Exponate, die aus allen Erdteilen und Epochen bis zur heutigen Zeit stammten, die Sixtinische Kapelle eingeschlossen, auf uns wirken zu lassen. Gewiss war nicht alles dort nach unserem Geschmack, aber Menge und Vielfalt sowie die Länge des Rundgangs waren enorm, überwältigend. Hier hätte ich mir bisweilen doch einen kompetenten Museumsführer oder zumindest einen ausführlichen Audioguide gewünscht, so viele Fragen haben sich mir während des Besuchs der Museums und erst recht des Petersdoms aufgetan. Allerdings fühlte ich mich in letzterem, oft auf Schildern als 'Heiliger Ort' bezeichneten Kolossalgebäude recht unbehaglich. Ohne besonders gläubigen, katholischen Menschen zu nahe treten zu wollen mit meinen folgenden Worten: Die blutige Geschichte der katholischen Kirche, ihre Dogmen, die sie zum Teil noch heute bewahrt, die ungeheuerliche Anmaßung eines Menschen, vor allem in heutiger aufgeklärter Zeit zu behaupten, einziger 'Vertreter Gottes auf Erden' zu sein, all das gibt mir das Gefühl, an einem unheiligen, sündigen Ort, von göttlichen Welten eher weiter entfernt als ihnen näher zu sein. Trotzdem war der Besuch im Petersdom auch in positivem Sinne beeindruckend für mich. Den restlichen Tag ließen wir stressfrei ausklingen, hatten bei Fassi ein wirklich hervorragend leckeres Eis und im Anschluss von gegenüber jeder ein großes Suppli - Numerus und Genus sind hier reine Vermutung - und zogen uns am noch relativ frühen Abend aufs Hostelzimmer zurück, wo es mir nach einigem Probieren schließlich gelang, mein Handy zu reaktivieren. In Zweisamkeit ließen wir den Tag ausklingen. Am nächsten Tag würden wir vor dem Abflug nur noch wenige kleinere Vorhaben haben...

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Die ewige Stadt, Tag 7 und 8 - Via Appia und Ostia

Wir konnten tatsächlich unser Gepäck im Hostel lassen und mit leichter Tasche aufbrechen zur Via Appia Antica. Der Weg dorthin führte uns am Colosseum vorbei, wo wir angesichts des strahlenden Sonnenscheins versuchten, noch einmal ein Viertelstündchen durch die alten Bögen zu spazieren, doch Fehlanzeige, die Ticketlesemaschine konnte zweifelsfrei feststellen, dass wir am Tag davor bereits dort waren. Wir fuhren also weiter zur Via Appia, bzw. letztlich liefen wir zu ihr, da wir mangels Ortskenntnis und fehlender Fahrtroutenübersicht des Busses den Ausstieg verpassten. An der alten Via Appia besuchten wir eine alte Grabstätte einer gewissen Caecilia Metella, ein beeindruckend großes Gebäude für ein Grab, das im Mittelalter wohl zeitweise als Festung diente - aber außerordentlich spannend fanden wir es dort nicht, so dass wir eine halbe Stunde später wieder auf der Appia waren und dort mehrere Kilometer und Stunden spazierten - ein herrlicher Zeitvertreib bei strahlendem Sonnenschein und faszinierend die Vorstellung, dass dort vor Jahrtausenden Handelskarren und Soldaten hin und her zogen und reiche Römer ihre Villen errichteten. Eine solche Villa bzw. deren Ruinen besichtigten wir am Nachmittag: die Villa des Quintilius. Die weitestgehend erhaltenen Grundmauern konnten einen guten Eindruck vermitteln der Herrlichkeit und dem Prunk, mit dem sich reiche Römer der oberen Klasse mit Stolz umgaben. Am späten Nachmittag kehrten wir in ein Pizzarito ein, wo wir zu zweit für nicht einmal 10,- eine 'Strapizza' mit beinahe 50cm Durchmesser aßen und gut satt wurden. Später besichtigten wir noch die Thermen des Diocletian mit einigen Exponaten aus vorrömischer Zeit und machten uns dann auf zu einem weiteren freundlichen Gastgeber im nordöstlichen Teil der Stadt. Er hatte eine schöne Wohnung, die er mit seiner Katze Claire teilte und in der er uns ein eigenes Gästezimmer anbieten konnte. Am späteren Abend machten wir gemeinsam Abendessen - Rigatoni mit Soße aus dem Glas, verfeinert mit Ricottakäse und dazu Peccorino.
Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem kleinen Frühstück auf, um die alte römische Hafenstadt Ostia zu besuchen - bzw. was von ihr noch übrig war. Hier war eine ziemlich gut erhaltene Stadtstruktur zu bestaunen, die zum Teil sogar bis in mehrere Etagen und Räume begehbar war. Dank des strahlenden Sonnenscheins verbrachten wir dort mehrere Stunden und gönnten uns ein schmackhaftes Picknick inmitten alten Mauerwerks. Nachmittags ließen wir uns wieder vom günstigen Riesenpizzaangebot verführen, trafen eine Couchsurferin aus Belgien, die auf Winter-Europareise war und gingen mit ihr Nachtisch essen, in einem Restaurant, das uns die Mexikaner empfahlen wegen der günstigen und großen Portionen. Wir wurden jedoch bald enttäuscht: Unser Tiramisu war zwar lecker, aber wohl kaum selbstgemacht und auch noch teurer als auf einer Werbung versprochen, die Suppli waren auch lecker, aber innen noch gefroren, das 'Menü' unserer Begleiterin war aber die Krönung; es bestand aus einer Mini-Lasagne, höchstens anderthalb Zentimeter hoch und wohl nur aufgewärmt, einer Tüte lauwarmer Pommes Frites und 0,2l Fruchtsaft - alles für 7,-Euro. Besser nicht mehr zu LasaGnaM gehen. Die Busfahrt zu unserem Gastgeber wurde durch einen Unfall erschwert - mit 30 Minuten Verspätung kamen wir schließlich an und stellten fest, dass er bereits mit dem Abendessen auf uns gewartet hatte: feine Putenschnitzel in Zitrone gebraten mit leckerem Erbsengemüse. Satt und glücklich schliefen wir ein.

Merken für die ToDo-List: Rezept für Suppli raussuchen und selbst machen, da lecker.

Anmerkung: Mein Handy war vom Bett gestürzt und ließ sich danach tagelang nicht einschalten. Schließlich konnte ich die zerbrochene Technik überlisten - der Blogeintrag kommt aber dadurch zwei Tage verspätet.

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Freitag, 6. Januar 2012

Die ewige Stadt, Tag 5 und 6 - Museen und Colosseum

Mit Sack und Pack verließen wir unseren freundlichen Gastgeber und machten uns auf ins Zentrum. Wir wollten zwar ins Colosseum, doch mit Koffer wäre das sehr unpraktisch, wenn nicht sogar unmöglich gewesen. Wo also das Gepäck zwischenlagern? Im Bahnhof gab es Schließfächer, doch die kosteten pro Gepäckstück mindestens 5 Euro, was wir nicht akzeptabel fanden. Uns kam aber eine gute Idee, die wir sogleich umzusetzen versuchten: Unser Archäologiepass gewährte uns neben Forum etc. Zugang zu einigen Museen, die wir allerdings für wenig interessant hielten. Wir fanden direkt neben dem Termini ein solches Museum 'Nazionale' mit irgendwas wie Massimo im Namen. Mit allem Gepäck kreuzten wir dort auf und fragten, ob wir es mit unserer Karte besuchen und dabei unser Gepäck an der Garderobe lassen könnten. Nachdem uns das zugesichert und unser Gepäck durchleuchtet worden war, gingen wir alibimäßig durch die Ausstellungsräume - sie zeigten irgendwelche Plastiken und Köpfe, die uns nicht sonderlich interessierten - um das Museum recht bald ohne unser Gepäck wieder zu verlassen. Neugierig wie wir waren, schauten wir noch die Ausstellungsräume einer weiteren Etage an, sie zeigten Münzen verschiedenster Prägungen und Jahrhunderte der Römerzeit sowie kunst- und stilvollen Schmuck des Altertums, reiche Schätze, wovon wir ziemlich angetan waren und noch die anderen Ausstellungsebenen besuchten, die mit wundervollen, beeindruckend detailgenauen und farbenprächtigen Fresken und Mosaiken der Römer ausgestattet waren. Zuletzt blieben wir tatsächlich anderthalb Stunden im Museum, das wir jederzeit anderen Besuchern der Ewigen Stadt empfehlen möchten, und stahlen uns schließlich ohne Gepäck davon, um bei strahlendem Sonnenschein ins Colosseum zu gehen. Wie wir dort ankamen, zogen vom Horizont Wolken auf, die so schnell unterwegs waren, dass wir annehmen mussten, der Colosseumsbesuch würde für uns nass werden. Kurzerhand verschoben wir ihn auf den nächsten Tag, um stattdessen die Crypta Balbi, ein weiteres Museum des Archäologiepasses, zu besuchen - durch das Massimo-Museum waren wir sozusagen auf den Geschmack gekommen. In der Crypta erwarteten uns Ausstellungsstücke aus verschiedenen Epochen, sowohl von den Römern als aus der Zeit des Mittelalters - Münzen, Krüge, Gebäudeteile etc., am beeindruckendsten war eine begehbare Ausgrabungsstätte des ursprünglichen Straßen- und Gebäudeniveaus aus römischer Zeit mit Latrinen etc. sowie auf Tafeln sehr anschaulich dargestellte Situationen der Stadtentwicklung aus den verschiedenen Jahrhunderten. Nach den Museumsbesuchen holten wir wieder unser Gepäck, gingen einkaufen und suchten und fanden ein schönes, preiswertes Hostel, in das wir für zwei Nächte eincheckten. Aus unseren Einkäufen kochten und aßen wir auf abenteuerliche Weise Spaghetti alla Arabiata con Mozarella nur mit einem Soßenglas, einem Pappteller, einer Mikrowelle, einem Messer und einem kleinen Löffel - wir wussten nicht, dass es dort kein Geschirr gab. Mit einem netten mexikanischen Pärchen teilten wir das Zimmer und schliefen bald ruhig ein.
Am nächsten Morgen machten wir uns zuallererst auf zum Colosseum. Sonnenschein gab es zwar leider nicht, aber immerhin auch keinen Regen. Was soll man sagen, dieser Bau ist einfach beeindruckend. Danach hatten wir vor, den Domus Aurea zu besichtigen, auf den wir durch eine Videopräsentation im Colosseum neugierig geworden waren, dann wollten wir erneut Abenteuernudeln kochen und danach zu den Domitianthermen, doch zuallererst wollten wir kurz noch einen Couchsurfer treffen, der in einem Protestcamp zeltete und uns einen Zeltschlafplatz angeboten hatte, den wir aber dankend ablehnten. Aus 'kurz' wurde der ganze Nachmittag, er zeigte uns günstige Pizza-Pasta-Lokalitäten (Pizzarito, Pastarito) und wir fanden nach einiger Suche auch schließlich eine heiße Schokolade für 2,50 Euro statt für 6,- Euro, was bisweilen deren Preis sein konnte, und nahmen sie, uns mit ihm unterhaltend, am Pantheon ein. Zugegeben war sie lecker und erinnerte an geschmolzene Schokolade, so dickflüssig war sie. Von unseren Nachmittagsvorhaben konnten wir nur noch die Nudeln realisieren, danach fuhren wir abends noch zur Pyramide und wieder zurück zum Hostel, wo wir inzwischen weitere Zimmergesellschaft bekommen hatten: ein Pärchen aus Kamerun, wovon die Frau jedoch später das Hostel wieder verließ. Früher als am Tag zuvor ging es ins Bett.
Übrigens, gute Neuigkeiten: Obwohl wir um 10.00 Uhr auschecken müssen, ist es für uns möglich, ohne Aufpreis bis Mitternacht unser Gepäck im Hostel zu lassen...

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Mittwoch, 4. Januar 2012

Die ewige Stadt, Tag 3 und 4 - Caracalla bis Engelsburg und Forum + Palatin

Durchwachsenes Wetter bis jetzt, häufig mild, zum Teil schön sonnig, dann wieder bewölkt-grau und wieder regnerisch - so wurden unsere archäologischen Exkursionen bisher begleitet. Am Dienstag ließen wir die Caracalla-Thermen ausführlich auf uns wirken, Ruinen einer beeindruckenden Baukunst. Danach führte uns unser Weg über die Tiberinsel zur Engelsburg, bei der wir uns mit einer Außenansicht begnügten und lieber weiter am Tiberufer flanierten und tanzenden Mickeymäusen zwischen falschen Louis-Vuitton-Taschen, Regenschirmen und Wakawaka-Schleim zuschauten. Später zog es uns zur Spanischen Treppe, die wir erst nicht fanden. Stattdessen entdeckten wir ein Restaurant mit endlich einmal akzeptablen Preisen. Wir merkten uns, wo es war, um nach den laser-verblitzten Eindrücken der Spanischen Treppe dort einzukehren. Die Lasagne war ein Witz, sowohl in der Größe als auch im Geschmack, dagegen war die Pizza richtig gut und somit preiswert. Danach schleppten wir uns noch, inzwischen müde vom Tag, zum Trevibrunnen, um Münzen hinter uns ins Wasser zu werfen, wobei wir uns kaum der aufsässigen Sofortbildfotografen erwehren konnten. Überhaupt begegneten uns allerorts solche 'Händler', die höchst aufdringlich überall beim Colosseum Abbilder desselben in Glas, klatschen sonst überall Schleimbällchen ('Wakawaka') auf laminierte Pappe, bieten Laserpointer und fliegende Kreisel am Abend an und wechseln beim ersten erscheinenden Regentropfen ganz plötzlich ihr Angebot auf Regenschirme. Erscheint ein Uniformierter, sind sie plötzlich verschwunden. Nachschub erhalten sie aus Vans, die immer wieder irgendwo halten - das ganze Treiben hat durchaus seine Faszination. Abends fielen wir früh (bereits 22.00 Uhr) ins Bett, während unser Gastgeber noch zwei weitere Gäste aus Brasilien empfing.
Am darauffolgenden, also dem heutigen Tag kamen wir mit einer kleinen Verspätung aus dem Bett, kauften uns Brot und picknickgeeignete Zutaten und machten uns auf zum Forum und zum Palatin. Stunden verbrachten wir zwischen den Ruinen der Kultur, die über Jahrhunderte Europa, ja die Welt für Jahrtausende in die Zukunft nachdrücklich geprägt hatte. Für diese Exkursion war ein ganzer Tag nötig, so dass wir am frühen Abend uns nur noch Zeit nahmen, in einem Internetcafé herauszufinden, dass die Tickets für die Vatikanmuseen, die man, um das stundenlange Anstehen zu vermeiden, im Voraus im Internet buchen solle, hierbei deutlich teurer seien, was ein Anstehen zu frühen Morgenstunden doch wieder überlegenswert machte. Des Weiteren fanden wir heraus, dass der Airport-Shuttle vom Flughafen aus 4,-, vom Termini aus 6,-€ kosten würde - es sei denn, man bucht online, dann sind es ebenfalls 4,-€ pro Person.
Abends fanden wir eine schöne Gelegenheit, beim gemeinsamen Kochen den Mitbewohner unseres Gastgebers besser kennenzulernen und um Mitternacht konnte ich noch bei einem Glas Wein ein schönes Gespräch mit unserem Gastgeber selbst führen über weltbewegende Themen, über die er ähnlich denkt wie ich.

Zur Sicherheit notiere ich mir jetzt noch geschwind einige Hostels in einer Straßenkarte. Man kann ja nie wissen...

Keine Musik- und Textilarbeit bisher seit Neujahr.

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Montag, 2. Januar 2012

Die ewige Stadt, Tag 1 und 2 - Chaos, Neujahrsdinner und ein regnerischer Stadtrundgang

Nach einem ausgelassenen Racletteabend bei Freunden wurde das Neue Jahr mit viel Böllern und Hochprozentigem empfangen - später kam Gesang hinzu.
Die erste Nacht im Neuen Jahr war kurz, da vor der Abreise am nächsten Morgen noch viel zu tun war. Schließlich ging es zu zweit los zum Flughafen, wo es Gelegenheit für ein verspätetes Frühstück gab - dann der Flug ohne Zwischenfälle.
Vom Zielflughafen Fiumicino aus konnten wir für 4€ den Termini in der Stadtmitte erreichen. Auf dem Weg dorthin bot sich uns ein Anblick auf Häuser und Straßen in ziemlich desolatem Zustand. Am Termini dann wurde es kompliziert:
Nuovo Salario war das Ziel, wir hätten es per Metro und Zug erreichen wollen. Allerdings erwies sich das Personal am Bahn-Informationsschalter als inkompetent bei der Frage, ob es für diese Strecke ein Kombiticket oder zwei getrennte Tickets notwendig seien. Deren Antwort war nur, dass vom Termini aus kein Zug direkt dorthin führe, sie auch keine Information über die Metro geben könnten und wir uns direkt an der Metro-Plattform informieren müssten. Ein entsprender Infostand war nicht auffindbar, so fragten wir schließlich einen Polizisten, wo wir den Infopunkt finden könnten. Als er erfuhr, dass wir nach Nuovo Salario wollten, meinte er erfreut, dass er dort wohne und wir die Buslinie 90 nehmen müssten, das seien nur 20 Minuten. Gesagt, getan, doch nach 20 Minuten Fahrt waren wir nicht annähernd dort, wo wir sein wollten. Selbst nach 30 Minuten Fahrt, so sagte uns eine Passagierin, seien es noch 15 Minuten zu laufen.
Ziemlich verspätet trafen wir schließlich bei unserem Gastgeber ein, der neben uns weitere Gäste in seiner Wohnung beherbergte. Wir bekamen eine etwas ramponierte, aber dennoch bequeme Matratze, machten nette Bekanntschaft mit zweien seiner Gäste, einem Pärchen aus Jerusalem, und wurden schließlich von ihm eingeladen, an einem Dinner bei seinen sehr netten Freunden teilzunehmen, bei dem die Reste einer Silvesterparty vernichtet wurden. Um Mitternacht konnten wir, erschöpft von der letzten, viel zu kurzen Nacht und vom ersten Tag in dieser ruhelosen Stadt, gesättigt und zufrieden einschlafen.

Am nächsten Morgen begleiteten wir das Pärchen bis zum Hauptbahnhof und nahmen zu viert ein kleines Frühstück in einem recht teuren Café ein. Als wir fertig waren, mussten wir mindestens fünfmal nach der Rechnung verlangen, bis endlich jemand 'deBil' brachte. Wir verabschiedeten uns von den beiden und machten uns zu Fuß auf gen Foro und Colosseo. Meine Freundin, die dort schon einmal war und bezüglich der Ruinen gut informiert war, konnte mir von außen einiges erklären. Wir wollten erst morgen den Archäologie-Pass kaufen, der uns für eine Woche Zugang zu Museen, Thermen, Forum etc. gewähren würde. Dafür kauften wir heute ein Wochenticket und fuhren anschließend durch die Stadt auf der Suche nach einer günstigen Pizza in der Nähe des Pantheon, das wir anschließend besichtigten. Danach fuhren wir zum Circus Maximus bzw. zu einer Grasfläche, die so genannt wurde und nahmen daraufhin den Bus zur Via del Corte, über die wir zu Fuß zur Piazza del Popolo gingen. Mit der Metro zum Termini, dort im DeSpar ein paar Kleinigkeiten gekauft und im Bahnhof gepicknickt, dann nahmen wir den Bus, diesmal den richtigen, nach Hause zu unserem Gastgeber. Es war inzwischen 21.00 Uhr, unsere Füße taten weh vom Laufen und Stehen und wir wollten uns nur noch ausruhen, doch unser Gastgeber war noch nicht da, also mussten wir warten. Zum Glück ließ uns nach einigen Minuten jemand ins Haus, wo es nicht ganz so kalt war. Nach einigen weiteren Minuten klingelten wir erneut, und siehe da, einer der Gäste ließ uns ein, der zuvor mit Kopfhörern unser Läuten nicht hören konnte. Meine Freundin ging sogleich zu Bett, so müde war sie. Ich wollte noch nicht gleich schlafen, aber zumindest meine Füße erholen.

Ich habe Materialien für meine verschiedenen Projekte dabei. Den Abend bis zum Einschlafen werde ich noch dafür nutzen. Morgen geht es dann früh los auf den Spuren des klassischen Altertums...

Buona Notte!

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