Dienstag, 24. Juli 2012

Stadt der Liebe - Tag 5 und 6

Nachdem wir erst nachts nach Hause bzw. auf den Campingplatz kamen, gönnten wir uns einen langen Sonntagmorgen mit Ausschlafen, ausgedehntem Frühstück usw. Erst gegen Mittag gingen wir in die Stadt, um die Ankunft der Tour de France anzusehen. Allerdings war dies gar nicht so spannend. Zunächst gab es mehrere hunderte Autos in Kolonnen, ausgeschmückt mit Logos der Sponsoren, und als dann nach ca. 2 Stunden die Radler kamen, war das Spektakel innerhalb weniger Minuten vorüber. Der Sieger stand ohnehin schon fest und einer Horde vorbeifliegender Fahrradhelme war nun auch nicht gerade viel abzugewinnen. Wir verließen den Trubel und gingen lieber noch ein wenig durch die Stadt spazieren, auf der Suche nach leckerem Baguette und Croissants. Nachdem wir fündig geworden waren, begaben wir uns ans Seine-Ufer und hatten ein verspätetes Mittagessen. Später lagen wir noch faul im Schatten des Eiffelturms - die Sonne brannte unangenehm stark herunter - und begaben uns am frühen Abend zurück zum Campingplatz. Dort machten wir uns später ein leckeres Abendessen und gingen nicht allzu spät schlafen.
Der nächste Tag war auch gleichzeitig unser letzter Tag in Paris. Wir standen gemütlich auf, packten alles zusammen und begaben uns schließlich auf eine Odyssee, nämlich auf die Suche nach einer Autobahn-Raststätte, die gut zum Trampen geeignet sein sollte - laut Internet. Die Wegbeschreibung klang einfacher als wir die Raststätte finden konnten, aber schließlich hatten wir es geschafft und suchten nun jemanden, der so nett sein würde, uns beide nach Deutschland mitzunehmen. Nach einiger Wartezeit fanden wir schließlich zwei Portugiesen, die auf dem Weg nach Mons in Belgien waren und uns mitnehmen konnten - der Fahrer war sogar Amateurfunker. Wir landeten genau auf der gleichen Raststätte, die wir auch schon auf der Herfahrt als Zwischenhalt benutzt hatten, und kamen recht bald mit zwei netten Abiturientinnen des zweiten Bildungswegs weiter. Sie hatten einen Bully, der bequem ausgebaut war - und nur Schneckentempo fuhr. Gelegentlich von Lkws überholt und den letzten Zug von Köln nach Bonn nicht mehr erreichend kamen wir in Frechen an, wo wir nach einiger Wartezeit einen Tschetschenen trafen, der uns zum Kölner Hauptbahnhof bringen konnte, von wo aus wir mit der Bahn schließlich nach Hause und ins Bett kamen.

Sonntag, 22. Juli 2012

Stadt der Liebe - Tag 3 und 4

Heute nahmen wir mal direkt den Bus vom Camping in die Stadt statt lange spazieren zu gehen und führen gleich in die Nähe des Louvre, um zunächst dort ein Croissant-Baguette-Frühstück einzunehmen, bevor wir die Ausstellungen im Museum besuchten. Vor dem Museum gab es eine lange Schlange. Dennoch brauchten wir nicht ganz eine halbe Stunde, bis wir in der Pyramide waren. Wir brauchten nur einmal zu bezahlen, da EU-Bürgern unter 26 der Eintritt frei ist. Mehrere Stunden ließen wir Statuen und Ölgemälde auf uns wirken und waren nach der Mona Lisa und wundgelaufenen Füßen schließlich 'kunstsatt', wobei wir feststellen mussten, dass der Louvre wesentlich unübersichtlicher sortiert war als die Museen des Vatikans. Am späteren Nachmittag spazierten wir gemütlich zur Opera und in die Tuilerien, wo ein Jahrmarkt war, und gingen zuletzt über den Place de la Concorde auf die Champs Elysées, wo schon einiges vorbereitet wurde für die letzte Etappe der Tour de France am Sonntag. Dann ging es mit dem Bus zum Campingplatz zurück, wo wir mit Nudeln und diversen anderen Köstlichkeiten unsere hungrigen Mägen füllten. Die Nachtruhe war sehr willkommen.
Tags darauf gönnten wir uns den Luxus eines Tagestickets und fuhren frei Schnauze mit den Bussen in Paris herum. Hierbei führte uns unser Weg zunächst zum Arc de Triomphe, um zu sehen, wie lange die Schlange für die Aussichtsplattform war (zu lang), und danach zur Opera, weil dort eine gute Boulangerie mit leckeren Croissants war - leider geschlossen. Wir fanden bald eine andere und fuhren danach unter freundlicher Führung einer netten jungen Französin auf den Montmartre zum Sacré Coeur. Dort fanden wir - neben einem herausragenden Ballkünstler - die Kapelle und verschiedene andere Örtlichkeiten, die den Hintergrund zu Jeunets Film 'die Fabelhafte Welt der Amélie Poulain' lieferte: das Café 'Les Deux Moulins', der Gemüsehändler Collignon... Außerdem konnten wir das Moulin Rouge sehen sowie etliche weitere Rotlichtbetriebe. Wir leisteten uns noch eine Rundfahrt im Montmartrobus, der allerdings weit abgelegen seine Endstation hatte. Von dort aus fuhren wir mit wahllosen Buslinien bis wir in die Nähe des Eiffelturms kamen - mittlerweile war es schon Abend geworden und wir erhofften uns eine Ansicht desselben mit Beleuchtung. Nach einigen Minuten des Wartens auf der Liegewiese nebenan wurden wir schließlich nicht enttäuscht. Den späteren Abend verbrachten wir mit weiteren Busfahrten durch das nächtlich beleuchtete Paris, bis wir kurz vor ein Uhr die Nachtbuslinie zum Zeltplatz erreichen konnten. Ziemlich müde schliefen wir recht bald ein.

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Samstag, 21. Juli 2012

Stadt der Liebe - Tag 1 und 2

Nach einer regelrechten Odyssee zum Erwerb eines Kfz wurde der Startzeitpunkt unseres diesjährigen Sommerurlaubs immer weiter hinausgezögert.
Noch im Mai hatten wir gedacht, auf einen Bauernhof zu gehen um dort zu wwoofen. Schließlich dachten wir, angesichts der schlechten Wetterverhältnisse in Mitteleuropa, an einen Urlaub an der Côte d'Azur und hofften, mit dem Auto dorthin zu fahren. Dann waren jedoch Reparaturen fällig, die Zeit kosteten und schließlich beschlossen wir, nach Paris zu trampen. Gesagt, getan, am Mittwoch, 18.7. ging es los. Mit den Öffentlichen kamen wir bis Frechen, von da aus ein kurzer Fußweg und wir waren an der Autobahn. Nur kurz mussten wir warten, dann nahm uns ein netter deutschstämmiger Franzose aus der Bretagne, Saint-Malo, der sehr belesen in allen möglichen nationalen und internationalen politischen Belangen war und für guten Gesprächsstoff sorgen konnte. Bis Mons nahm er uns mit, danach lud uns nach einer kurzen Imbisspause ein Marokkaner ein, mit ihm bis in die Pariser Außenbezirke zu fahren. Er hatte einen starken Akzent, sodass ich mich nur schwer mit ihm unterhalten konnte.
Der Pariser Außenbezirk mutete eher an wie ein Vorort von Afrika: Im Bahnhof Sevran-Beaud schienen nur etwa 10% der Leute europäischen Ursprungs zu sein.
Am Gare du Nord stiegen wir aus und trafen uns später mit einer Bekannten von mir, einer Spektakelsängerin, der ich vor fast 5 Jahren in Chartres begegnet war. Mit ihr und später noch ihrem Freund tranken wir viel zu teure Cocktails und planten ein Wiedersehen im Laufe der Tage. Später abends erreichten wir nach ausgedehntem Spaziergang den Campingplatz, bauten das Zelt auf und hatten eine gute erste Nacht in Paris.
Am nächsten Morgen machten wir erneut einen Spaziergang durch den Park und kamen gegen Mittag im Westen der Innenstadt an und freuten uns bald über leckere Croissants und Baguettes, dazu 'Zerro' und Orangina. Allein das Gefühl, in Paris zu sein und die französische Kultur in ihren verschiedenen Facetten auf mich wirken zu lassen war schon sehr erquickend und machte mir Herzklopfen. Wir beschlossen, zunächst die Stadt zu Fuß auf uns wirken zu lassen, und sahen den Eiffelturm und seine Umgebung, den Invalidendom, die Notre Dame, Luxemburg-Palast und den Montparnasse. Danach ging es wieder zurück zum Camping, diesmal allerdings mit dem Bus, wobei dies dennoch einem kleinen Spaziergang erforderte. Mit einer Portion Nudeln im Magen legten wir uns schlafen.

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Mittwoch, 18. Juli 2012

Some Night in Paris

Seit dem letzten offiziellen Eintrag - der letzte war ja nur nachgereicht - hat sich einiges getan. U.a. werde ich wieder an einer Waldorfschule arbeiten und um das tun zu können mir ein kleines Auto zulegen. Das Auto habe ich seit Freitag, allerdings braucht es noch die eine oder andere Reparatur, weswegen Urlaubspläne, mit ihm nach Südfrankreich zu fahren, zunächst aufgeschoben und schließlich aufgehoben wurden. Stattdessen sind wir jetzt mit Zelt nach Paris getrampt und schlafen im Bois de Boulogne, nicht ohne vorher eine reizende Sängerin aus Chartres-Zeiten wiederzusehen.
Über Tag 2 gibts morgen mehr. Jetzt fallen mir zunächst die Augen zu.

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Stau...

...-See und kein Ende?
Dachten wir.
War aber fast andersherum.


Das war ein Fragment, ein Entwurf eines Blogeintrags zu einer unternommemen Radtour um Pfingsten 2012. Der Plan war, zu einem Stausee zu radeln und dann dort zu campen und evtl. schwimmen zu gehen. Der Stausee jedoch entpuppte sich als Trinkwasserreservoir, in dem Baden untersagt war, und so radelten wir eine kleine Runde, insgesamt 100km, durch das Siegtal und Umgebung.
Schön wars.

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