Ärger am 1. Mai
Mag sein, dass ich dazu tendiere, mich künstlich über verschiedene Dinge aufzuregen, die viele andere Menschen so gar nicht wahrnehmen. Der 1. Mai in Bonn gab Anlass dazu. Irgendeine Gruppe Rechtsextremer hatte eine fragwürdige Demo durch Bonn-Beuel anmelden können, was zu einer groß angelegten Gegendemo führte - und nahezu 2000 Polizisten dazwischen. Soweit die Tatsachen. Zunächst hätte ich gesagt, schenkt man so doch irgendwelchen Extremisten genau die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen. Wenn man einfach die Sache komplett ignoriert und nur eine kleine Hundertschaft an Polizisten in der Nähe gehalten hätte, hätte das meiner Meinung nach eine weitaus deutlichere Signalwirkung gehabt als das, was schließlich geschah: Auf Bannern den Hass ablehnend, brüllten nun aus den Reihen der Normal-Bürger einige Leute Hassparolen gegen die 'Nazis', viele Kehlen stimmten ein und es bildete sich ein Mob, der zu furchtbaren Taten fähig gewesen wäre, wäre die Polizei nicht da gewesen. Warum? Wo bleiben hier freiheitlich demokratische Grundsätze? Der Mensch als Massentier ist doch wirklich verachtenswert dumm. Genauso wie das Häufchen Dummheit auf der anderen Seite der Polizei.
Dabei hatte der 1. Mai doch so schön angefangen, mit einem heißen Tanz im Kreise von Freunden, einem kleinen Birkenästchen am Fenster - und Müllmachern beim goldenen M.
Wie nach einem zweiten Sonntag fühlte sich die Schulwoche danach entspannt kurz an.
Mit einem Rhein in Flammen und Feuerwerkspektakel konnte das letzte Wochenende glänzen. Doch die Freude wurde bald von Kummer in der Suppenschüssel getrübt...
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Montag, 7. Mai 2012
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