Heute nahmen wir mal direkt den Bus vom Camping in die Stadt statt lange spazieren zu gehen und führen gleich in die Nähe des Louvre, um zunächst dort ein Croissant-Baguette-Frühstück einzunehmen, bevor wir die Ausstellungen im Museum besuchten. Vor dem Museum gab es eine lange Schlange. Dennoch brauchten wir nicht ganz eine halbe Stunde, bis wir in der Pyramide waren. Wir brauchten nur einmal zu bezahlen, da EU-Bürgern unter 26 der Eintritt frei ist. Mehrere Stunden ließen wir Statuen und Ölgemälde auf uns wirken und waren nach der Mona Lisa und wundgelaufenen Füßen schließlich 'kunstsatt', wobei wir feststellen mussten, dass der Louvre wesentlich unübersichtlicher sortiert war als die Museen des Vatikans. Am späteren Nachmittag spazierten wir gemütlich zur Opera und in die Tuilerien, wo ein Jahrmarkt war, und gingen zuletzt über den Place de la Concorde auf die Champs Elysées, wo schon einiges vorbereitet wurde für die letzte Etappe der Tour de France am Sonntag. Dann ging es mit dem Bus zum Campingplatz zurück, wo wir mit Nudeln und diversen anderen Köstlichkeiten unsere hungrigen Mägen füllten. Die Nachtruhe war sehr willkommen.
Tags darauf gönnten wir uns den Luxus eines Tagestickets und fuhren frei Schnauze mit den Bussen in Paris herum. Hierbei führte uns unser Weg zunächst zum Arc de Triomphe, um zu sehen, wie lange die Schlange für die Aussichtsplattform war (zu lang), und danach zur Opera, weil dort eine gute Boulangerie mit leckeren Croissants war - leider geschlossen. Wir fanden bald eine andere und fuhren danach unter freundlicher Führung einer netten jungen Französin auf den Montmartre zum Sacré Coeur. Dort fanden wir - neben einem herausragenden Ballkünstler - die Kapelle und verschiedene andere Örtlichkeiten, die den Hintergrund zu Jeunets Film 'die Fabelhafte Welt der Amélie Poulain' lieferte: das Café 'Les Deux Moulins', der Gemüsehändler Collignon... Außerdem konnten wir das Moulin Rouge sehen sowie etliche weitere Rotlichtbetriebe. Wir leisteten uns noch eine Rundfahrt im Montmartrobus, der allerdings weit abgelegen seine Endstation hatte. Von dort aus fuhren wir mit wahllosen Buslinien bis wir in die Nähe des Eiffelturms kamen - mittlerweile war es schon Abend geworden und wir erhofften uns eine Ansicht desselben mit Beleuchtung. Nach einigen Minuten des Wartens auf der Liegewiese nebenan wurden wir schließlich nicht enttäuscht. Den späteren Abend verbrachten wir mit weiteren Busfahrten durch das nächtlich beleuchtete Paris, bis wir kurz vor ein Uhr die Nachtbuslinie zum Zeltplatz erreichen konnten. Ziemlich müde schliefen wir recht bald ein.
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Sonntag, 22. Juli 2012
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