Selten habe ich früher Tagebuch geschrieben, weil ich selten mein alltägliches Erleben für niederschreibenswert hielt. Immerhin habe ich als Jugendlicher bisweilen knapp notiert, wenn ich mich verliebt fühlte und mich dabei, weil ich einige neugierige Schwestern habe, einer selbst erfundenen Geheimschrift bedient.
Das Tagebuchschreiben hielt allerdings nicht lange, oft hatte ich Lücken von mehreren Wochen und Monaten und schließlich hatte ich es ganz aufgegeben.
Nein, ich habe hier mit diesem Blog nicht vor, an jene Tagebuchexperimente anzuknüpfen. Ich hoffe nur, dass ich bei diesem Projekt länger dranbleibe und, auch wenn keine täglichen Updates geplant sind und auch kein wirkliches Tagebuch, mit einer gewissen Regelmäßigkeit Beiträge liefern kann.
Über den Rahmen, den "roten Faden" und die Struktur des Inhaltes dieses Blogs bin ich mir noch nicht im Klaren. Gewiss ist bei mir ein grundsätzliches Mitteilungsbedürfnis vorhanden, allerdings kritisiere ich teilweise die nichtssagende Daily-Soap-Blogkultur, die das Internet mit wenig wertvoller Information verstopft und möchte mich in diesem Sinne doch eher etwas zurückhalten. Manche Themen, die mir vorschweben, möchte ich fast in einem separaten, themenbezogenen Blog behandeln, während dieser Blog hier mehr ein Sammelbecken ohne wirkliche Ordnung sein kann.
Meinen Lesern, sofern es denn welche gibt, wünsche ich, dass sie hier den "Fensterblick" bekommen, den sie wünschen. Gern bin ich bereit, auf darüber hinaus reichende Fragen einzugehen.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
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