Nach einem aufreibend und aufregend auf deutschen Autobahnen verbrachten regnerischen Tag bin ich um 22:30 Uhr schließlich zuhause bei meiner Mutter angekommen. Mein besonderer Dank gilt hierbei einem älteren Herrn aus Birkenfeld bei Idar-Oberstein, früher selbst Tramper, der mich von Siegburg bis Bad Camberg mitnehm und mir viel von den Entwicklungen in der Filmbranche erzählen konnte, für die er lange Zeit tätig war; er gilt auch dem promovierten Chemiker, der mich bis Bruchsal mitnahm und durch den ich neue Einblicke in molekulare Welten erhielt; er gilt auch den beiden jungen Postgraduierten, die mich bis zum Stuttgarter Flughafen mitnehmen konnten und mit denen ich viel über Waldorfpädagogik und Tramperfahrungen austauschen konnten - Leonie und Stefan: nicht zuletzt gilt er aber auch meiner Mutter, die mich um 22:00 Uhr noch in Sulzbach abholte.
Damit kann ich abhaken: - Mutter trampend besuchen über die Weihnachtsfeiertage (12:00).
...wobei ich erst gegen 13:30 Uhran der Autobahnraststätte Siegburg zum Trampen bereitstand.
Im Krankenhaus war ich davor auch, allerdings kam da zeitlich einiges durcheinander: Als ich 10:45 dort ankam, war die vielbeschäftigte Tochter bereits wieder unterwegs und die Ersatz-Großmutter (könnte ich sie nicht mit E-GroMu bzw. Egromu abkürzen? Sie würde mir das doch hoffentlich nicht verübeln...) nicht in ihrem Zimmer aufzufinden. Später stellte sich heraus, dass ich nicht gut genug gehorcht habe, als ich klopfte, denn sie sagte, sie hätte mich gehört und hereingebeten. Sie war allerdings dann doch beim Röntgen, zuletzt aber konnte ich sie sprechen, wir konnten unsere Gaben austauschen und uns eine schöne Weihnachtszeit wünschen. Trotz ihres spürbaren Geschwächtseins und der umgebenden Krankenhausathmosphäre kam eine schöne, bewegende Stimmung zustande, die mich bis zum baldigen Wiedersehen nähren wird.
Morgen steht an:
- Weihnachtsbaum besorgen (nachmittags mit Mutter)
- Textiles Werken (vormitags und abends)
- musikalische Experimente mit ALS und Steinberg (vormittags und abends)
- restliche Geschenke verpacken (vormittags).
Mitternacht ist bereits überschritten, ich mache die Äuglein zu, bin müde und geh zur Ruh' - auf dem üblichen Behelfsbett im Wohnzimmer - "couchsurfen" bei Mutter.
Donnerstag, 22. Dezember 2011
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