Donnerstag, 12. Januar 2012

Die ewige Stadt, Tag 11 und 12 - Fiumicino und Stadtrundfahrten

Wir wollten heute mal ausschlafen, vormittags ein Eis bei Fassi essen - doch der war leider zu - und nach einer beinahe frustrierenden Suche nach zwei Briefmarken mit Sack und Pack nach Fiumicino, um dort nachzuprüfen, ob unser Rückflug auch wirklich am Freitag ginge. Nachdem wir alles in Ordnung feststellen konnten, quartierten wir uns für die letzten beiden verbleibenden Nächte in einem anderen Hostel ein, dass billiger war, auch bezogen auf die Einrichtung, das aber kostenloses Internet und eine den Umständen entsprechend gut und gemütlich eingerichtete Küche. Wir machten über das Internet verschiedene Telefonate, u.a. gab ich einem Schüler in Bonn gewisse Tipps für seinen Mathetest am nächsten Tag. Dann kauften wir uns noch Pasta und Soße und kochten und aßen diese. Danach, es war schon spät, war noch Gelegenheit für etwas gemeinsame Ablenkung und Spiel am Rechner, den ich schließlich, als meine Freundin schlafen ging, noch zum Schauen zweier Filme, 'Die Iden des März' und 'Der Gott des Gemetzels', nutzte. Danach schlief auch ich.
Am nächsten Tag schliefen wir wieder ein paar Minuten länger, hatten ein kurzes Frühstück unterwegs und gingen ein bisschen durch die Parks spazieren, angefangen mit dem Domus-Aurea-Park, der von zahlreichen Hunden und ihren Herrchen in Beschlag genommen war. Weiterhin beschlossen wir, in irgendeinen Bus zu steigen, bis zu seiner Endhaltestelle und wieder zurück zu fahren und so verschiedene Stadtrundfahrten zu machen. Zwischendurch besuchten wir erneut die Via del Corso, hatten eine kleine Portion Pizza, Zwiebel-Tomate und Zucchini, und gönnten uns eine große Portion köstliches Fassi-Eis in den Sorten Nutella, Mandarine, Nuss und Brombeere. Die nächste Busrundfahrt ging überraschend weit aus dem Stadtzentrum hinaus in die Vorstädte, über einen weiten Teil entlang der geplanten und im Bau befindlichen dritten Metrolinie C, und brauchte ziemlich genau eine ganze Stunde für eine einfache Fahrt. Am frühen Abend, so gegen 17.00 Uhr, waren wir wieder im Hostel. Es war eine Spaghetti-Party angekündigt, auf die wir uns freuten, dennoch machten wir uns zunächst den Rest unserer Nudeln mit Soße. Auf dem Zimmer hatten wir inzwischen statt der Argentinerin und Italienerin vom Vortag zwei Chinesinnen und einen Chinesen aus Shanghai und vier Laptops, die alle parallel liefen. Aus der Spaghettiparty wurde nun doch nichts, weil der Koch im Krankenhaus lag, also aßen wir abends noch einen Teil unseres angedachten Frühstücks. Nach einer heißen Dusche und einem Film (Mission Impossible: Phantom Protokoll - ziemlich überdrehter Actionstuss) schlief ich in den Armen meiner Freundin ein mit dem Gedanken, die nächste Nacht wieder in der Heimat zu verbringen.

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