Sonntag, 15. Januar 2012

Der letzte Tag in der ewigen Stadt und die ersten Tage zuhause

Wieder sind einige Tage vergangen seit meinem letzten Blogeintrag, diesmal gibt es auch keine echte Entschuldigung dafür, mehr eine Ausrede: die 'Ankunft zuhause' streckte über das Wochenende im Elternhaus meiner Freundin.
Doch zunächst zurück zum letzten Tag in Italien. Der Flug ging am Nachmittag, bis zum Flughafen brauchten wir etwa eine Stunde und am Flughafen selbst noch einmal anderthalb, also konnten wir bis zum Mittag in der Stadt bleiben und noch einmal bei Fassi lecker Gelato essen, was wir uns verständlicherweise nicht entgehen ließen, auch wenn es etwas durch die seltsame, Hiphopper imitierende Konversationsart eines jungen Amis aus dem Hostel beeinträchtigt wurde, der zur gleichen Zeit mit einer deutschen Geodäsiestudentin, ebenfalls aus dem Hostel, dort eintraf. Am Flughafen kamen wir dennoch früh genug an, so dass uns Zeit blieb, all unsere Fotos durchzusehen und zu drehen und unsere letzten Essensvorräte zu verzehren. Dabei erhielt ich einen Anruf wegen einer Terminvereinbarung aus Bonn von der internationalen Schule. Inzwischen war es Boardingzeit und wir waren noch nicht eingecheckt und am Check-In-Schalter war ausgerechnet eine Schlange, so dass wir fast in letzter Minute den Flieger erreichten. Ohne Zwischenfälle flogen wir meist über Wolken der Heimat entgehen, sahen einen traumhaften Sonnenuntergang, schafften knapp den Bus nach Bonn, beschlossen aber kurzfristig, statt zuerst bei uns zuhause vorbeizusehen mit Sack und Pack direkt zu den Eltern meiner Freundin zu fahren, wo ein leckerer Nudelauflauf auf uns wartete. Kurz zuvor telefonierte ich mit Egromu, die wegen Besuch nur kurz sprechen konnte und mich für Samstag auf ein chinesisches Buffet einladen wollte - angesichts von einer großen, mehr als satt machenden Portion Nudelauflauf und noch keiner frischen Wäsche und noch nicht ganz angekommen konnte ich mich darüber nur unklar äußern. Das Buffet kenne ich als sehr reichhaltig und umfangreich; normalerweise, vor allem nach einer nicht so glücklichen Erfahrung damit, bin ich dafür wesentlich offener, wenn ich am Tag zuvor nichts oder nicht viel gegessen habe. Entsprechend unklar und unentschlossen auch weiterhin äußerte ich mich am späteren Abend, was kaum auf Freude traf.
Am Samstag gab es nach einem gemeinsamen Frühstück im Kreise der Familie meiner Freundin für mich nicht viel zu tun, so dass ich mir die Zeit nahm, bei einem Handballspiel des Bruders meiner Freundin zuzuschauen, was er mit seinem Team gewinnen konnte. Der Abend klang aus mit einigen Runden Kartenspielens mit der Familie, Elfer Raus!, das ich schon länger nicht mehr gespielt hatte und das ich aufgrund fehlender Taktik häufig verlor, wohingegen meine Freundin fast immer gewinnen konnte. Noch später am Abend las ich bis zum Einschlafen in verschiedenen Zeittafeln über das Altertum im Allgemeinen und die Entwicklung des Imperium Romanum im Speziellen, weil mir die Formulierungen in verschiedenen archäologischen Reiseführern missverständlich erschienen, was z.B. die Bauabschnitte im Forum Romanum anging. Dort stehen heute Ruinen von Bauwerken sehr verschiedenen Epochen nebeneinander und werden nebeneinander beschrieben so als wären sie zeitgleich gebaut und in Betrieb gewesen, dabei liegen z.T. mehrere Jahrhunderte dazwischen. Das wäre so, als würde man in der Zukunft in einem Reiseführer über Bonn lesen können, dass das Münster dann und dann gebaut wurde und man von dessen Turm aus den Posttower sehen könne. Der Wunsch nach einer Art Stadtplan aus verschiedenen Epochen, vielleicht sogar eine 3D-Animation über das alte Forum Romanum mit entsprechender Dokumentation über seine über die Jahrhunderte veränderte Bebauung machte sich in mir breit. Es heißt z.B., Augustus habe die Stadt überwiegend aus Lehm vorgefunden und überwiegend aus Marmor zurückgelassen - diese Vorher-Nachher-Ansicht zumindest muss doch möglich sein!? Mit solchen Gedanken schlief ich ein.
Der Sonntag begann wieder wit gemeinsamem Frühstück; später packten meine Freundin und ich unsere inzwischen frisch gewaschene Wäsche und anderes, was für unsere Wohnung bestimmt war, zusammen und machten uns, sie chauffiert von ihrem Vater mit allem Gepäck, ich mit meinem Fahrrad auf zu unserem Zuhause. Ebenfalls später, nachmittags, machte ich mich auf zu Egromu, bei der ich eingeladen war, und erzählte von der Reise und anderen Begebenheiten. Der Nachmittag dort zog sich in den Abend, als ich mich schließlich wieder nach Hause aufmachte. Den Abend mit meiner Freundin füllte ich mit dem Sonntagskrimi und Polittalk über Adipositas als neue Epidemie, wobei mich freute, dass ein Talkteilnehmer aussprach, was Sache ist, nämlich dass System dahinter steckt, wenn Inhaltsangaben auf Nahrungsmitteln winzig gedruckt und für den Alltagsmenschen undurchsichtig formuliert sind und wenn verschiedene solche Nahrungsmittel irrtümlich als gesund oder zumindest als qualitativ hochwertig angepriesen werden. Nach herzzerreißenden 'Two Lovers' schlief ich neben meiner schlafenden Fr

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1 Kommentar:

  1. Z.B. dass es Mode geworden ist, anstelle des inzwischen geächteten Glutamats "Hefeextrakt" einzusetzen, was im Pronzip allerdings genau das Gleiche ist. Diese Schummelei findet sich auch oftmals auf sogenannten Bio-Produkten.

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