Nach einem ausgelassenen Racletteabend bei Freunden wurde das Neue Jahr mit viel Böllern und Hochprozentigem empfangen - später kam Gesang hinzu.
Die erste Nacht im Neuen Jahr war kurz, da vor der Abreise am nächsten Morgen noch viel zu tun war. Schließlich ging es zu zweit los zum Flughafen, wo es Gelegenheit für ein verspätetes Frühstück gab - dann der Flug ohne Zwischenfälle.
Vom Zielflughafen Fiumicino aus konnten wir für 4€ den Termini in der Stadtmitte erreichen. Auf dem Weg dorthin bot sich uns ein Anblick auf Häuser und Straßen in ziemlich desolatem Zustand. Am Termini dann wurde es kompliziert:
Nuovo Salario war das Ziel, wir hätten es per Metro und Zug erreichen wollen. Allerdings erwies sich das Personal am Bahn-Informationsschalter als inkompetent bei der Frage, ob es für diese Strecke ein Kombiticket oder zwei getrennte Tickets notwendig seien. Deren Antwort war nur, dass vom Termini aus kein Zug direkt dorthin führe, sie auch keine Information über die Metro geben könnten und wir uns direkt an der Metro-Plattform informieren müssten. Ein entsprender Infostand war nicht auffindbar, so fragten wir schließlich einen Polizisten, wo wir den Infopunkt finden könnten. Als er erfuhr, dass wir nach Nuovo Salario wollten, meinte er erfreut, dass er dort wohne und wir die Buslinie 90 nehmen müssten, das seien nur 20 Minuten. Gesagt, getan, doch nach 20 Minuten Fahrt waren wir nicht annähernd dort, wo wir sein wollten. Selbst nach 30 Minuten Fahrt, so sagte uns eine Passagierin, seien es noch 15 Minuten zu laufen.
Ziemlich verspätet trafen wir schließlich bei unserem Gastgeber ein, der neben uns weitere Gäste in seiner Wohnung beherbergte. Wir bekamen eine etwas ramponierte, aber dennoch bequeme Matratze, machten nette Bekanntschaft mit zweien seiner Gäste, einem Pärchen aus Jerusalem, und wurden schließlich von ihm eingeladen, an einem Dinner bei seinen sehr netten Freunden teilzunehmen, bei dem die Reste einer Silvesterparty vernichtet wurden. Um Mitternacht konnten wir, erschöpft von der letzten, viel zu kurzen Nacht und vom ersten Tag in dieser ruhelosen Stadt, gesättigt und zufrieden einschlafen.
Am nächsten Morgen begleiteten wir das Pärchen bis zum Hauptbahnhof und nahmen zu viert ein kleines Frühstück in einem recht teuren Café ein. Als wir fertig waren, mussten wir mindestens fünfmal nach der Rechnung verlangen, bis endlich jemand 'deBil' brachte. Wir verabschiedeten uns von den beiden und machten uns zu Fuß auf gen Foro und Colosseo. Meine Freundin, die dort schon einmal war und bezüglich der Ruinen gut informiert war, konnte mir von außen einiges erklären. Wir wollten erst morgen den Archäologie-Pass kaufen, der uns für eine Woche Zugang zu Museen, Thermen, Forum etc. gewähren würde. Dafür kauften wir heute ein Wochenticket und fuhren anschließend durch die Stadt auf der Suche nach einer günstigen Pizza in der Nähe des Pantheon, das wir anschließend besichtigten. Danach fuhren wir zum Circus Maximus bzw. zu einer Grasfläche, die so genannt wurde und nahmen daraufhin den Bus zur Via del Corte, über die wir zu Fuß zur Piazza del Popolo gingen. Mit der Metro zum Termini, dort im DeSpar ein paar Kleinigkeiten gekauft und im Bahnhof gepicknickt, dann nahmen wir den Bus, diesmal den richtigen, nach Hause zu unserem Gastgeber. Es war inzwischen 21.00 Uhr, unsere Füße taten weh vom Laufen und Stehen und wir wollten uns nur noch ausruhen, doch unser Gastgeber war noch nicht da, also mussten wir warten. Zum Glück ließ uns nach einigen Minuten jemand ins Haus, wo es nicht ganz so kalt war. Nach einigen weiteren Minuten klingelten wir erneut, und siehe da, einer der Gäste ließ uns ein, der zuvor mit Kopfhörern unser Läuten nicht hören konnte. Meine Freundin ging sogleich zu Bett, so müde war sie. Ich wollte noch nicht gleich schlafen, aber zumindest meine Füße erholen.
Ich habe Materialien für meine verschiedenen Projekte dabei. Den Abend bis zum Einschlafen werde ich noch dafür nutzen. Morgen geht es dann früh los auf den Spuren des klassischen Altertums...
Buona Notte!
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